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Länderinformation Ecuador





INDEX

Steckbrief

Reiseziel Ecuador

Landeskunde Ecuador

(Glossar)

 


STECKBRIEF

Fläche

283.560 km², einschließlich Galapagos Inseln

Einwohner

14,57 Millionen (Juli 2009)

Hauptstadt

Quito (1,4 Millionen Einwohner 2006)

Amtssprache

Spanisch; Quechua und weitere Indiosprachen (12 ethnische Gruppen)

BIP je Einwohner (kaufkraftbereinigt)

7.500 US-$ (2008)

Bevölkerungswachstum

1,5 % (2009)

Lebenserwartung

75,3 Jahre (Männer: 72,4 Jahre, Frauen: 78,4 Jahre) (2009)

Säuglingssterblichkeit

20,9 pro 1.000 Lebendgeburten (2009)

Analphabetenrate

9% (2003)

 


REISEZIEL ECUADOR

Tourismus

Tourismus gilt heute als die vielversprechendste Devisenquelle der Zukunft und ist bereits der drittstärkste Zweig der ecuadorianischen Wirtschaft. Seit den 60er Jahren ist ein rapides Wachstum der Besucherzahlen zu vermerken, was jedoch in den letzten Jahren wieder stagniert: Laut UNWTO wurden im Jahr 2004 rund 372 Millionen Euro bei rund 819 000 Gästen im Tourismus umgesetzt. Von den über 95% Individualreisenden und ca. 15% Pauschalreisenden stammen 75% aus Nord- und Südamerika, 20% aus Europa und 5% von anderen Kontinenten. Erfasst wurden dabei Kulturtouristen (33%), Geschäftsreisende (26%), Einreisende, die ihre Familie (16%) oder Sportveranstaltungen (8%) besuchten und Sprachschüler (6%). Der Anteil männlicher und weiblicher Besucher ist relativ ausgewogen. Besondere Anziehungspunkte sind die Galapagos Inseln und Atacames. Gerade im Ökotourismus liegen noch erhebliche Wachstumspotentiale. Daher wurden die Galapagos Inseln und auch das Hochland und der tropische Regenwald für den Tourismus erschlossen. Belastend wirkt sich der Tourismus allerdings auf die Umwelt sowie auf das soziale und kulturelle Leben der Ecuadorianer, unter anderem wegen der steigenden Lebenshaltungskosten aus.


 

Kommerzielle sexuelle Ausbeutung von Kindern im Tourismus

Wie in anderen lateinamerikanischen Ländern gibt es auch in Ecuador zahlreiche Straßenkinder, die aus ihrer Armut heraus in die Prostitution abgleiten. Darüber hinaus gibt es in Ecuador einen belegbaren Kinderhandel, der mit dem Anstieg des Sextourismus einhergeht.

 

Untersuchungen zufolge entstammte 1999 jedes zweite Kind einer Familie, die finanziell nicht in der Lage war, für Nahrung, Unterkunft, Ausbildung und eine medizinische Versorgung aufzukommen. Infolge dessen gehen diese Kinder nicht zur Schule und sind zu 20,5% schon im Alter zwischen 5 und 9 Jahren und zu 53% zwischen 10 und 14 Jahren gezwungen, zu arbeiten. In einem Land, das gegen Unterbeschäftigung und Arbeitslosigkeit kämpft, bleibt ihnen oft nur der Ausweg in die Prostitution. So geraten sie in die Ausbeutung durch Menschenhändler und Sextouristen.

 

Korruption und die Flexibilität in der Auslegung vorhandener Gesetze begünstigen, dass Angebot und Nachfrage im Bereich des kommerziellen Sex rapide anwachsen. Noch wird dieses Problem offiziell nicht zur Kenntnis genommen, daher gibt es auch keine zuverlässigen Statistiken.

Ecuador hat am 26. Januar 1990 die UN Konvention zum Schutz der Rechte des Kindes ratifiziert und sich verpflichtet, Kinder vor allen Formen sexueller Ausbeutung und sexuellen Missbrauchs zu schützen.


 

HIV/ Aids

Nach Schätzungen von UNAIDS und der World Health Organization waren im Jahr 2007 etwa 26.000 Menschen in Ecuador mit HIV infiziert, darunter waren 7.100 Frauen. Wieviele Kinder mit HIV infiziert sind, konnte nicht geschätzt werden. Im selben Jahr sind 1.200 Ecuadorianer an den Folgen von HIV gestorben.


 

Kontakte vor Ort

 

 


LANDESKUNDE ECUADOR

Staat und Gesellschaft

Nach der Verfassung von 1979 ist Ecuador eine Republik (República del Ecuador) mit Präsidialsystem nach nordamerikanischem Vorbild. Der Präsident als Staatsoberhaupt steht der Exekutive vor und ist Oberbefehlshaber der Streitkräfte mit Vorrangstellung gegenüber der Legislative. Die Legislative ist das Repräsentantenhaus als Einkammerparlament mit 77 Abgeordneten, die direkt vom Volk gewählt werden. Eine Wahlperiode dauert vier Jahre. Es gibt eine allgemeine Wahlpflicht ab 18 Jahren, wobei diese für Analphabeten optional ist.

 

Die Bevölkerung Ecuadors setzt sich aus Mestizen (50 %), Indios (30 %), Afro-Ecuadorianern (10 %) und Weißen (10 %) zusammen. Davon sind neben Protestanten, Juden und Anhängern von Naturreligionen ca. 85 % römisch-katholischen Glaubens. Religionsfreiheit ist in der Verfassung festgeschrieben.

 

In Ecuador besteht eine allgemeine Schulpflicht vom 6. bis zum 14. Lebensjahr, wobei sowohl das öffentliche als auch das private Bildungssystem der staatlichen Kontrolle unterstehen. Grosse Unterschiede im Bildungsniveau sind sowohl im Stadt-Land-Gefälle als auch zwischen den einzelnen Bevölkerungsschichten zu verzeichnen. Das Bildungsniveau der Privatschulen liegt erheblich über dem der staatlichen Schulen. Die Alphabetisierungsrate liegt bei 86 %.


 

Wirtschaft

Ecuadors Wirtschaft stützt sich stark auf die Erdölindustrie und die Landwirtschaft. Sinkende Ölpreise, die Asienkrise und die Auswirkungen des Klimaphänomens El Nino, das starke Schäden an Infrastruktur und Ernten verursachte, führten 1997 bis 1999 zu gewaltigen Inflationsraten (2000: 91%) und einer zunehmenden Verschlechterung des Lebensstandards weiter Kreise der Bevölkerung. Wegen dieser äußeren Faktoren, vor allem aber wegen Schwächen der eigenen Wirtschaftpolitik, folgte die größte Wirtschafts- und Finanzkrise des Landes seit über 70 Jahren. 1999 lebten nach den Kriterien der Weltbank 69% der Bevölkerung in Armut, davon 34% in absoluter Armut. Dieser Situation entgegenwirken sollen die vorrangigen Ziele der Regierung wie die Restrukturierung des Banken- und Finanzsektors, die Konsolidierung der Staatsfinanzen, die Senkung der Inflation sowie die Wiederbelebung der einheimischen Industrie und Landwirtschaft. Hierzu wurde seit 2000 der US-Dollar als Leitwährung eingesetzt, der 2002 die eigene Währung vollständig ersetzte. Stärkster Handelspartner Ecuadors ist sowohl im Im- als auch im Export die USA. Zu den Exportgütern gehören Erdöl, Bananen, Thunfisch, Garnelen, Kakao, Kaffee, Zucker, Schnittblumen. Importiert werden vor allem Transportmittel, Fahrzeuge, Maschinen und chemische Produkte. In den letzten Jahren wurden viele Wirtschaftszweige teilweise saniert und die Inflationsraten drastisch gesenkt. Besorgniserregend ist jedoch die Außenverschuldung.


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