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INDEX

Steckbrief

Reiseziel Guatemala

Landeskunde Guatemala

(Glossar)

 


STECKBRIEF

Fläche

108 890 Quadratkilometer

Einwohner

13,28 Millionen (Juli 2009)

Hauptstadt

Guatemala-Stadt (1 Million Einwohner 2006)

Amtssprache

Spanisch, daneben 21 Maya-Sprachen (Muttersprachen für 40 bis 60 % der Bevölkerung)

BIP je Einwohner (kaufkraftbereinigt)

5.200 US-$ (2008)

Bevölkerungswachstum

2,1 Prozent (2009)

Lebenserwartung

70,3 Jahre (Männer: 68,5 Jahre, Frauen: 72,2 Jahre) (2009)

Säuglingssterblichkeit

27,8 pro 1 000 Lebendgeburten (2009)

Analphabetenrate

29,4% (2003)

 

 


REISEZIEL GUATEMALA

Tourismus

Laut UNWTO wurden im Jahr 2004 rund 624 Millionen Euro bei rund 1,2 Millionen Gästen im Tourismus umgesetzt. Wegen der unsicheren Lage stagnieren diese Zahlen jedoch. Hauptanziehungspunkte für die Touristinnen und Touristen sind vor allem die Denkmäler der Maya-Kultur.


 

Kommerzielle sexuelle Ausbeutung von Kindern im Tourismus

Der expandierende Tourismus hat zusammen mit anderen Faktoren zu einem Ausbau der Vergnügungsinfrastruktur geführt. Besonders die Straßenkinder in den Städten sind von Entführung und anschließender kommerzieller sexueller Ausbeutung bedroht. Manche fallen in ihrer Not auf die Versprechungen der Menschenhändler herein, die ihnen gutbezahlte Jobs anbieten. Mit der schlechten wirtschaftlichen Lage der Menschen verdienen auch Rechtsanwälte und Richter ihr Geld. Sie nutzen die Not der Mütter – und die starke Nachfrage adoptionswilliger Eltern aus Industrie-ländern – aus und fördern den Handel mit Kleinkindern. Die Menschenhändler haben es besonders auf die Neugeborenen der Frauen in den Bordellen abgesehen. Jedes Jahr werden zwischen 1.500 und 2.000 Babys ins Ausland verkauft. Angemessene Gesetze zu internationalen Adoptionen fehlen bislang.

Guatemala hat am 6. Juni 1990 die UN Konvention über die Rechte des Kindes ratifiziert und sich verpflichtet, Kinder vor allen Formen sexueller Ausbeutung und sexuellen Missbrauchs zu schützen.


 

HIV/ Aids

Nach Schätzungen von UNAIDS und der World Health Organization waren im Jahr 2007 etwa 59.000 Menschen in Guatemala mit HIV infiziert, darunter 52.000 Frauen. Wieviele Kinder mit HIV infiziert sind, konnte nicht geschätzt werden. Im selben Jahr sind 3.900 Guatemalteken an den Folgen von HIV gestorben.


 

Kontakte vor Ort

 

Terre des hommes - Coordinación Guatemala

Mr. Carlos Giovanni Sánchez Alfaro

Lote 6 Sector H Colonia La Hojarascas kmt.20

Carretera a San Lucas

Guatemala City

Guatemala

Phone: +502 24844043

Email: guatdh@gmail.com

 

Save the Children Sweden - Guatemala Office

9 Avenida 32-01

Zona 11

Colonia Las Charcas

Guatemala City, Guatemala

Phone: +502 334 7263

Fax: +502 331 0411

Email: adejucsc@guate.net.gt

 

Plan International - Guatemala

Avenida Reforma 6-64

Zone 9

Edificio Plaza Corportiva

60 Nivel Torre I,Guatemala

Phone: +502 339 1466

Fax: +502 339 1453

Website: http://www.plan-international.org/wherewework/americas/guatemala

 

CASA Alianza Guatemala

13 Av. 0-37 Zone 2 Mixco. Guatemala.

PBX: 502-24339600.

Fax: +502-24339600 Ext. 141

Email: Guatemala@casa-alianza.org

Website: http://www.casa-alianza.org/es/page.php

 

ECPAT Guatemala

11 Avenida 10-67, Zona 2, Ciudad Nueva

Guatemala City, Guatemala

Phone: +502 2254 86 98

Fax: +502 2254 79 16

Email: vilareal@c.net.gt

Website: http://www.ecpatguatemala.org

 

 


LANDESKUNDE GUATEMALA

Staat und Gesellschaft

Guatemala, der bevölkerungsreichste Staat Zentralamerikas, ist eine Präsidialrepublik. Staatsoberhaupt und Inhaber der Exekutivgewalt ist der Staatspräsident. Die Legislative wird vom Kongress vertreten.

Guatemala befindet sich im gesellschaftlichen Wandel. 1991 schloss die Regierung mit der Guerilla-Organisation URNG ein Abkommen über den Aufbau einer ‚funktionsfähigen und partizipativen Demokratie’ zur Beendigung des Bürgerkriegs, der seit 1961 mehr als 100 000 Menschenleben gefordert hatte. Dem folgte 1996 ein weiteres Friedensabkommen mit der Guerilla. Der innere Versöhnungsprozess dauert noch an. In den nächsten Jahren ist nicht mit einer entmilitarisierten und auf einem Rechtsstaat beruhenden multi-ethnischen Gesellschaftsform zu rechnen.

Mehr als drei Jahrzehnte der Menschenrechtsverletzungen haben die Guatemalteken geprägt. Die traumatischen Erfahrungen aus dieser Zeit haben in vielen Bereichen zu einer Brutalisierung der Gesellschaft geführt. Zusammen mit den Problemen der Armut - zwei Drittel der guatemaltekischen Bevölkerung leben unterhalb der Armutsgrenze - und Chancenlosigkeit bildet sie einen Teufelskreis. Die Allgemeinkriminalität ist extrem hoch. Der Alltag der Menschen ist durch bewaffnete Raubüberfälle, auch gegen Touristen, und Vergewaltigungen geprägt. Während der letzten Jahre ist die Arbeitslosigkeit weiter angestiegen, die Folgen des Wirbelsturms „Mitch“ haben die wirtschaftliche Notlage der Bevölkerung seit 1998 noch verschärft, soziale Spannungen haben weiter zugenommen.

 

Die Bevölkerung setzt sich zusammen aus etwa 45 Prozent Indios, 45 Prozent Mestizen (Ladinos), fünf Prozent Weißen und 2 Prozent Schwarzen. Über 60 Prozent der Bevölkerung leben im südlichen Hochland. Fast zwei Drittel der Guatemalteken bekennen sich zum katholischen Glauben, fast ein Drittel zum protestantischen. Der Rest der Bevölkerung gehört Maya-Religionen an.

 

Unter der Armut der Menschen leidet auch die Schulausbildung der Kinder. Von 100 Landkindern beenden nur 15 die Grundschule. Statt Lesen und Schreiben zu lernen, müssen sie ihren Eltern bei der Feldarbeit helfen. Dementsprechend hat Guatemala mit die höchste Analphabetenrate in ganz Mittel- und Lateinamerika.


 

Wirtschaft

Mehr als die Hälfte der Bevölkerung lebt vom Agrarsektor, wobei die Landbesitzfrage oft ungeklärt ist. Zwei Drittel der Flächen gehören nur zwei Prozent der Landbesitzer. Neben dem landwirtschaftlichen Anbau zur Selbstversorgung produziert Guatemala für den Export Kaffee, Baumwolle, Bananen, Kardamom und Zuckerrohr. Es existiert eine Nahrungsmittel-, Getränke- und Textilindustrie. Die Preiseinbrüche der letzten Jahre für die Exportprodukte hat zu einer Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage in Guatemala geführt.


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