Reisende Reiseindustrie Organisationen Presse Staaten
 
Reiseziele
Europa
Amerika
Brasilien
Costa Rica
Dom. Rep.
Ecuador
Guatemala
Jamaika
Kuba
Nicaragua
Venezuela
Afrika
Asien
Richtig Reisen
Länderinformation Nicaragua





INDEX

Steckbrief

Reiseziel Nicaragua

Landeskunde Nicaragua

(Glossar)

 


STECKBRIEF

Fläche

129.494 Quadratkilometer

Einwohner

5,89 Millionen (Juli 2009)

Hauptstadt

Managua (990.417 Einwohner 2006)

Amtssprache

Spanisch (weitere Sprachen: Miskito 1,7%)

BIP je Einwohner (kaufkraftbereinigt)

2.900 US$ (2008)

Bevölkerungswachstum

1,8% (2009)

Lebenserwartung

71,5 Jahre (Männer: 69,4 Jahre, Frauen: 73,8 Jahre) (2009)

Säuglingssterblichkeit

25 pro 1.000 Lebendgeburten (2009)

Analphabetenrate

22,5 % (2003)

 

 


REISEZIEL NICARAGUA

Tourismus

Tourismus spielt in Nicaragua eine eher untergeordnete Rolle. Laut UNWTO wurden im Jahr 2004 rund 166 Millionen Euro bei rund 615 000 Gästen im Tourismus umgesetzt. Sie kommen mehrheitlich aus den USA und Kanada, gefolgt von Deutschland, Spanien und Italien. Dabei handelt es sich vorwiegend um Individual-, Öko- und Kulturtouristen. Der wachsende Tourismus führt jedoch zu steigenden Bodenpreisen, Zerstörung der Landschaft und des ökologischen Gleichgewichts. Eine weitere Begleiterscheinung ist in bestimmten Gegenden das Anwachsen der Prostitution, die auch die sexuelle Ausbeutung von Kindern einschließt. Ausländer werden grundsätzlich als reich angesehen. Angesicht der Armut im Land treffen Touristen auch auf die Annahme, dass ihre Forderungen erfüllt werden müssen, da sie dafür zahlen.


 

Kommerzielle sexuelle Ausbeutung von Kindern im Tourismus

Sex-Tourismus ist statistisch nicht erfasst, hat jedoch in den letzten vier Jahren deutlich zugenommen - parallel zur wachsenden Zahl von Touristen und der Verschärfung der wirtschaftlichen Situation. Von Seiten der Regierung wird das tatsächliche Ausmaß eher unterschätzt. Das gegenwärtige Strafrecht erfasst weder Kinderhandel noch sexuellen Missbrauch. Die Gesetzgebung beinhaltet einen „Code of childhood and adolescence“, in dem eindeutig u.a. gegen Missbrauch und sexuelle Misshandlung Stellung bezogen wird. Dafür bleibt das Strafmass offen.

Nicaragua hat am 06. Februar 1990 die UN Konvention zum Schutz der Rechte des Kindes ratifiziert und sich verpflichtet, Kinder vor allen Formen sexueller Ausbeutung und sexuellen Missbrauchs zu schützen.


 

HIV/ Aids

Durch die vermehrten Fälle von Prostitution besteht die Befürchtung einer verstärkten Ausbreitung von HIV und AIDS. Nach Schätzungen der UNAIDS und der World Health Organization waren im Jahr 2007 etwa 7.700 Menschen in Nicaragua mit HIV infiziert, darunter waren 2.100 Frauen. Wieviele Kinder mit HIV infiziert sind, konnte nicht geschätzt werden. Im selben Jahr sind weniger als 500 Nicaraguaner an den Folgen von HIV gestorben.


 

Kontakte vor Ort

 

Terre des hommes - Oficina Regional Centroamérica

Ms. Ellen Krumstroh

Edificio CICUTEC

Costado Oeste del Parque El Carmen, Apartado Postal 971

Managua, Nicaragua

Phone/Fax: +505-2-2686019

Email: tdh-A@guegue.com.ni

 

Casa Alianza

Del Estadio Nacional

3 cuadras al norte, 1 cuadra arriba.

Detrás del Ministerio del Trabajo,

en la dupla norte

Managua, Nicaragua

Phone: +505 228 6771

Fax: +505 250 5433

Email: nicaragua@casaalianza.org.ni

 

 

 


LANDESKUNDE NICARAGUA

Staat und Gesellschaft

Nicaragua ist der flächenmäßig größte Staat Zentralamerikas. Seit der Unabhängigkeit 1821 ist Nicaragua Republik und wird vom Präsidenten, seinem Vizepräsidenten und dem Kabinett regiert. In der Nationalversammlung sitzen 92 Mitglieder, die, wie auch der Präsident, für eine Legislaturperiode von sechs Jahren direkt gewählt werden. Das Wahlrecht haben alle Bürger ab dem 16. Lebensjahr. Die Grundlagen der Verfassung wurden 1987 formuliert, wobei die jüngste Überarbeitung 2000 erfolgte. Demnach wird die individuelle Freiheit, ein Recht auf Bildung und Unterkunft sowie die Gleichstellung von Frauen garantiert.

 

80% der Nicaraguaner sind Anhänger der römisch-katholischen Kirche, 20% verteilen sich auf andere Religionsgemeinschaften, darunter die evangelisch-moravische Ausrichtung, Baptisten und Adventisten. Nicaraguas Verfassung garantiert Religionsfreiheit.

85% der Bevölkerung sind Weiße und Mestizen, 10% Creolen, 5% indigene Gruppen (Sumu, Miskito, Rama). Es leben über die Hälfte der Einwohner unter der Armutsgrenze.

 

In Nicaragua wird das Leben und die Entscheidungen des Einzelnen in hohem Maße durch die Großfamilie beeinflusst. Oft leben Familien mit ihren Eltern, Tanten, Onkeln und Cousinen in einem Haus.

 

Es herrscht Schulpflicht, wobei der Unterricht während der ersten 6 Jahre kostenlos ist. Zwar besuchen fast alle Kinder die Grundschule, doch nur die Hälfte von ihnen beendet die Schule mit einem Abschluss.


 

Wirtschaft

Nicaragua ist noch immer das zweitärmste Land Lateinamerikas (nach Haiti). Die Wirtschaft des Landes bleibt auf einem Niveau, das deutlich unter dem der späten siebziger Jahre liegt. Der wirtschaftliche Absturz hatte seine Ursachen in einer einseitigen Wirtschaftstruktur – verschärft durch verfehlte Wirtschaftspolitik und Bürgerkrieg. Im Ergebnis führte das zwischen 1987 und 1990 zu einem nahezu völligen wirtschaftlichen Zusammenbruch. Hinzu kommt, dass das Land extrem anfällig für Naturkatastrophen ist (Erdbeben, Vulkanausbrüche, Dürreperioden wechseln mit Überschwemmungen und Wirbelstürmen – zuletzt 1998: Hurrikan "Mitch").

 

Die Landwirtschaft ist die größte Stütze der Wirtschaft. Entsprechend wird in diesem Sektor expandiert; dies allerdings zu Lasten der Umwelt. Nicaragua gehört zu den führenden Rinderzuchtländern in Mittelamerika. Exportiert werden Kaffee, Zucker, Meeresfrüchte, Bananen, Fleisch und Baumwolle vor allem in die USA und nach Deutschland. Industriell ist vor allem der Fertigungssektor von Bedeutung (Getränke, Nahrungsmittel, Tabak, Zement, Chemikalien, Erdölprodukte). Wichtigster Bodenschatz des Landes ist Gold.


  Downloads
  Sitemap
  Kontakt
  Impressum
  Print