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Länderinformation Laos





INDEX

Steckbrief

Reiseziel Laos

Landeskunde Laos

(Glossar)

 


STECKBRIEF

Fläche

236.800 Quadratkilometer

Einwohner

6,83 Millionen (Juli 2009)

Hauptstadt

Vientiane

Amtssprache

Laotisch (weitere Sprachen: Englisch und Französisch)

BIP je Einwohner (kaufkraftbereinigt)

2.100 US$ (2008)

Bevölkerungswachstum

2,32 % (2009)

Lebenserwartung

56,7 Jahre (2009)

Säuglingssterblichkeit

77,8 pro 1 000 Lebendgeburten (2009)

Analphabetenrate

31,3 % (2003)

 


REISEZIEL LAOS

Tourismus

Der Tourismussektor spielt so gut wie keine wirtschaftliche Rolle in Laos. Laut UNWTO wurden im Jahr 2005 rund 118 Millionen Euro bei rund 236 000 Gästen im Tourismus umgesetzt. 70 Prozent der Touristen kommen aus Thailand. Aus deutschsprachigen Ländern reisen jährlich etwa 10 000 Touristen ein. Die meisten Touristen zieht es nach Vientiane, wo sie meist nur wenige Tage bleiben.


 

Kommerzielle sexuelle Ausbeutung von Kindern im Tourismus

Fälle kommerzieller sexueller Ausbeutung von Kindern im Tourismus in Laos selbst sind selten. Aus der Not der laotischen Bevölkerung schöpfen aber Bordellbesitzer und Menschenhändler der Nachbarländer Gewinn. Sie kommen nach Laos und locken Kinder und junge Frauen mit der Aussicht auf eine Ausbildung oder gute und gutbezahlte Jobs nach Thailand oder auf die Philippinen. Fälle, in denen arme Familien den Versprechungen der Menschenhändler glauben und ihre Kinder verkaufen, nehmen zu. Wenn so etwas passiert, dann nicht aus Skrupellosigkeit, sondern aus Unwissenheit und Not.

 

Durch den in vielen asiatischen Ländern kursierenden Irrglauben, Geschlechtsverkehr mit jungfräulichen Kindern habe eine verjüngende und stärkende Wirkung, halten die Menschenhändler auch in Laos nach immer jüngeren Kindern Ausschau. Diese Entwicklung steht im Zusammenhang mit dem verbreiteten Aberglauben, dass sich Kinder weniger leicht mit HIV infizieren. Dem ist natürlich nicht so. Gerade für Kinder, deren Immunsystem durch die Folgen der Armut oft geschwächt ist, besteht ein hohes Risiko zur Infektion mit dem Virus beim erzwungenen Geschlechtsverkehr mit Erwachsenen, da sie dabei häufig nicht nur seelisch, sondern auch körperlich schwer verletzt werden.

 

Die Länder in Südostasien gelten als besonders betroffen von Kinderprostitution. Schätzungen von UNICEF gehen alleine in diesem Gebiet von mehr als einer Millionen Kinderprostituierten aus.

 

Laos hat am 8. Mai 1991 die UN Konvention über die Rechte des Kindes ratifiziert und sich verpflichtet, Kinder vor allen Formen sexueller Ausbeutung und sexuellen Missbrauchs zu schützen, was die Verschleppung von Kindern zur Prostitution in anderen Ländern einschließt.

Der Sextourimus wird von der Regierung zwar kritisiert, aufgrund der Deviseneinnahmen aber geduldet.


 

HIV/ Aids

Nach Schätzungen von UNAIDS und der World Health Organization waren im Jahr 2007 etwa 5.500 Laoten mit HIV infiziert, darunter waren 1.300 Frauen. Wie viele Kinder mit HIV infiziert sind, konnte nicht geschätzt werden. Im selben Jahr starben weniger als 100 Laoten an den Folgen von HIV. Somit spielt HIV keine dramatische Rolle in Laos. Allerdings hat die Zahl der Infizierten zwischen 2001 und 2007 um das fünffache zugenommen.


 

Kontakte vor Ort

 

Village Focus International

P.O. Box 4697

Vientiane, Lao P.D.R.

Phone/Fax: +856 21 425080

Email: vfilao@laotel.com

Website: http://www.villagefocus.org

 


LANDESKUNDE LAOS

Staat und Gesellschaft

Laos, einer der wenigen offiziellen kommunistischen Staaten, ist eine Volksrepublik. Staatsoberhaupt ist der Staatspräsident, bei dem zusammen mit dem Ministerrat die Exekutive liegt. Als Legislativorgan fungiert die Nationalversammlung. Die Laotische Revolutionäre Volkspartei ist die einzige zugelassene Partei. Die meisten Oppositionsführer haben das Land 1975 verlassen. Wer das Einparteiensystem kritisiert, riskiert trotz demokratischer Tendenzen noch immer Gefängnisstrafen.

 

Die Bevölkerung in Laos gehört zum Großteil verschiedenen Lao-Stämmen an, außerdem leben dort vietnamesische, chinesische und indische Minderheiten. Fast ein Viertel der Bevölkerung bekennt sich zum (Thervada-)Buddhismus, daneben existieren animistische Stammesreligionen.

Die Demokratische Volksrepublik Laos ist eines der ärmsten Länder der Erde, ein Viertel der Bevölkerung und etwa die Hälfte der Kinder ist unternernährt. Die Kindersterblichkeit ist extrem hoch. In weiten Teilen des Landes gibt es kein sauberes Trinkwasser, auch sonst leidet das Land unter einer primitiven Infrastruktur. Die beginnende wirtschaftliche Öffnung des Landes hat für die Bevölkerung noch keine Verbesserungen gebracht. Die meisten Menschen leben in großer Armut, ein Drittel der Männer und fast zwei Drittel der Frauen sind Analphabeten.

 

Die Frauen sind es, die die harte Arbeit auf den Reisfeldern erledigen. In den meisten Fällen fehlen ihnen aufgrund mangelnder Schulbildung Kenntnisse und Mittel, ihre Armut zu überwinden. Viele suchen ihr Glück in den Städten, teilweise auch in den Nachbarländern. Diese Entwicklung wird durch die wirtschaftliche Öffnung des Landes und dem damit verbundenen Ausbau der Verkehrswege begünstigt.


 

Wirtschaft

Die Wirtschaft in Laos fußt auf der Landwirtschaft, die 1975 kollektiviert wurde und von der 80 Prozent der Bevölkerung leben. Hauptanbauprodukt ist Reis. Die Industrie ist nur schwach entwickelt und es sind keine exportfähigen Güter vorhanden.


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