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Länderinformation Sri Lanka





INDEX

Steckbrief

Reiseziel Sri Lanka

Landeskunde Sri Lanka

(Glossar)

 


STECKBRIEF

Fläche

65 610 Quadratkilometer

Einwohner

21,32 Millionen (Juli 2009)

Hauptstadt

Colombo (642.163 Einwohner 2001)

Amtssprachen

Singhalesisch (weitere Sprachen: Tamil 18% und Englisch)

BIP je Einwohner (kaufkraftbereinigt)

4.300 US$ (2008)

Bevölkerungswachstum

0,9 % (2009)

Lebenserwartung

75,1 Jahre (2009)

Säuglingssterblichkeit

18,6 pro 1 000 Lebendgeburten (2009)

Analphabetenrate

7,7% (2003)

 

 


REISEZIEL SRI LANKA

Tourismus

Der Tourismus ist eine wichtige Devisenquelle für Sri Lanka. Laut UNWTO wurden im Jahr 2004 rund 412 Millionen Euro bei rund 501 000 Gästen im Tourismus umgesetzt.. Die Besucherzahlen sind in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Sie kommen wegen der vielfältigen kulturellen und religiösen Sehenswürdigkeiten, aber auch, um sich an den weitläufigen Stränden des Landes zu entspannen.


 

Kommerzielle sexuelle Ausbeutung von Kindern im Tourismus

In den letzten Jahren wurden in Sri Lanka viele Bars und Diskotheken eröffnet, was unter anderem auch durch eine Zunahme des Tourismus bedingt war. Im Zusammenhang mit dieser ausgebauten Vergnügungsinfrastruktur ging eine ansteigende Nachfrage nach Prostitution und eine Häufung der Fälle von Menschenhandel einher.

Sri Lanka ist als Reiseziel für pädosexuelle Täter aus Europa und den USA in die Schlagzeilen geraten. Schätzungen gehen davon aus, dass jährlich bis zu 30 000 Kinder von pädosexuellen Touristen missbraucht werden. Die militärische und politische Situation Sri Lankas veranlasst einige Bevölkerungsteile zur Flucht. Dabei besteht besonders für Frauen und Kinder die Gefahr, in die kommerzielle sexuelle Ausbeutung verschleppt zu werden.

 

Während der letzten Jahre wurden in Sri Lanka die Gesetze zum Schutz der Kinder vor sexueller Ausbeutung verschärft. Der sexuelle Missbrauch von Kindern unter 18 Jahren wird mit Gefängnisstrafen zwischen zehn und zwanzig Jahren geahndet, die Opfer haben das Recht auf Entschädigung. Sri Lanka hat außerdem am 12. Juli 1991 die UN Konvention über die Rechte des Kindes ratifiziert und sich verpflichtet, Kinder vor allen Formen sexueller Ausbeutung und sexuellen Missbrauchs zu schützen. Außerdem werden fortlaufend Gespräche geführt, die die internationale Strafverfolgung verbessern.

 

Sri Lanka ist zu einem beliebten Ziel für Pädophile geworden, gleichzeitig gilt Sri Lanka aber auch als eines der Länder, die sich am stärksten gegen Kindersextourismus zur Wehr setzen. Es wurden mehrere Täter aus diversen europäischen und nordamerikanischen Ländern in Sri Lanka verhaftet und verurteilt. Mit der Kampagne "Zero Tolerance" geht die Regierung gezielt durch Aufklärung und Strafen gegen Kindersextourismus vor.

 

Wer einen Fall von Kindesmissbrauch beobachtet, kann dies dem Reiseveranstalter, dem Tourguide und/oder dem Hotelmanager vor Ort melden. Auch die Polizei, die Botschaften sowie Nichtregierungsorganisationen nehmen Hinweise entgegen und gehen Fällen nach. Zudem besteht die Möglichkeit sich direkt an die Organisation P.E.A.C.E (Protecting Environment and Children Everywhere) vor Ort zu wenden. Alle weiteren Schritte werden dann von Mitarbeitern eingeleitet.


 

HIV/ Aids

Durch die vermehrten Fälle von Prostitution besteht die Befürchtung einer verstärkten Ausbreitung von HIV und AIDS. Nach Schätzungen von UNAIDS und der World Health Organization waren im Jahr 2007 rund 3.800 Menschen in Sri Lanka mit HIV infiziert, darunter 1.400 Frauen. Wieviele Kinder mit HIV infiziert sind, konnte nicht geschätzt werden. Im selben Jahr starben weniger als 500 Menschen an den Folgen von HIV.

 


 

Kontakte vor Ort

 

Hope for Children, Sri Lanka

128 Lakshapathiya Road,

Moratuwa, Sri Lanka

Phone: +94 1 649 628

Fax: +94 1 647 158

Website: www.hope-for-children.org

 

National Child Protection Authority

330, Thalawathugoda Road

Madiweda, Sri Jayawardenepura

Kotte, Sri Lanka

Phone: +94-01-2778911

Fax: + 94-01-2778915

Email: info@childprotection.gov.lk

Main contact person(s): Professor Harendra de Silva (ncpa@diamond.lanka.net)

 

Protecting Environment And Children Everywhere (PEACE)

PO Box 58, Mt Lavinia

Colombo 5, Sri Lanka

Phone: +941 596 855

Fax: +941 502 081

Email: peacesl@sri.lanka.net

 

Save the Children in Sri Lanka

58A, Horton Place

Colombo 7, Sri Lanka

Phone: +94 11 2672672

Fax: +94 11 2672671

Email: mail@savethechildren.lk

 


LANDESKUNDE SRI LANKA

Staat und Gesellschaft

Die seit 1948 unabhängige Demokratische Sozialistische Republik Sri Lanka ist eine unitarische Präsidialrepublik mit parlamentarisch-demokratischer Ordnung. Der Staatspräsident ist Staatsoberhaupt und Inhaber der Exekutivgewalt. Legislativorgan ist die Nationalversammlung.

Die Gesellschaft Sri Lankas ist durch das Kastensystem geprägt. Die Bevölkerung besteht zu fast drei Vierteln aus Singhalesen, 18 Prozent sind Tamilen, 7 Prozent Araber. Zwischen den hauptsächlich buddhistischen Singhalesen und den hinduistischen Tamilen bestehen bürgerkriegsähnliche Spannungen. Teile der tamilischen Minderheit fordern einen eigenen Tamilenstaat. Ein im Januar 1995 unterzeichnetes Waffenstillstandsabkommen wurde kurze Zeit später gebrochen. Dennoch hat sich die Menschenrechtslage im Land seit dem Regierungsantritt der "People’s Alliance" im August 1994 verbessert. Im September 2002 kam es unter norwegischer Vermittlung erneut zu einem fragilen Waffenstillstand zwischen der Regierung und "Liberation Tigers of Tamil Eelam" (LTTE), der wichtigsten tamilischen Befreiungsbewegung. Die Verhandlungen über den folgenden Friedensschluss gerieten jedoch schon kurz darauf ins Stocken und wurden vollends abgebrochen, als im September 2003 vorgezogene Neuwahlen angekündigt und der Ausnahmezustand verhängt wurde. Aus den im April 2004 folgenden Neuwahlen ging die Präsidentin und ihre Partei „People’s Alliance“ gestärkt hervor. Im folgenden Juli wurden unter der Leitung Norwegens erneut Vermittlungen zwischen den Kontrahenten aufgenommen.

Sri Lanka unterhält ein kostenloses nationales Gesundheitssystem für alle Bürger, das allerdings finanziell schlecht ausgestattet ist. Das Bildungssystem orientiert sich am englischen Vorbild und ist auf Grundschulebene flächendeckend ausgebaut. Die Analphabetenrate von zehn Prozent ist im regionalen Vergleich einzigartig niedrig. Zur besseren Verständigung zwischen den verschiedenen ethnischen Gruppen fördert die Regierung den Englischunterricht.


 

Wirtschaft

Sri Lanka verfolgt eine marktwirtschaftliche Politik, einen „Kapitalismus mit menschlichem Antlitz“. Die Wirtschaftsordnung ist liberal, durch Privatisierungsprogramme und die wirtschaftliche Öffnung konnte die Arbeitslosenquote auf 8,4 Prozent gesenkt werden. Zum Bruttoinlandsprodukt trägt der Dienstleistungssektor mittlerweile 55 Prozent bei, Landwirtschaft 19 Prozent und Industrie zu 25 Prozent. Wichtige Devisenquelle ist neben dem Export von Tee und Textilien der Tourismus. Dennoch leben in Sri Lanka viele Menschen in Armut. An Trinkwasser und Bewässerungsanlagen mangelt es. Statt für den Eigenbedarf produzieren viele Bauern auf dem Land für den Export, weil sie sich davon höhere Gewinne erhoffen.


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