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INDEX

Steckbrief

Reiseziel Vietnam

Landeskunde Vietnam

(Glossar)

 


STECKBRIEF

Fläche

331 689 Quadratkilometer

Einwohner

86,97 Millionen (Juli 2009)

Hauptstadt

Hanoi (6,23 Millionen Einwohner 2008)

Amtssprache

Vietnamesisch (weitere Sprachen: Englisch, Französisch, Chinesisch und Khmer)

BIP je Einwohner (kaufkraftbereinigt)

2.800 US$ (2008)

Bevölkerungswachstum

0,98 % (2009)

Lebenserwartung

71,6 Jahre (2009)

Säuglingssterblichkeit

22,9 pro 1 000 Lebendgeburten (2009)

Analphabetenrate

9,5 % (2007)

 

 


REISEZIEL VIETNAM

Tourismus

Vietnam steht erst am Anfang seiner touristischen Entwicklung. Bisher herrscht kulturell geprägter Individualtourismus vor. Ein neues Gesetz zum kulturellen Erbe soll diese Art von Tourismus weiter begünstigen. Laut UNWTO wurden im Jahr 2005 kamen rund drei Millionen Gäst nach Vietnam.


 

Kommerzielle sexuelle Ausbeutung von Kindern im Tourismus

Mit dem Übergang von der Plan- zur Marktwirtschaft und der wirtschaftlichen Öffnung sind die Fälle von Prostitution und Menschenhandel gestiegen. Inwieweit sie mit Tourismus zusammenhängen, ist ungeklärt. Beobachtbar war, dass in manchen Fällen ausländischen Investoren Frauen als Anreiz zum Abschluss eines Geschäfts angeboten wurden. Auch unter einem anderen Aspekt hat die Orientierung hin zur Marktwirtschaft zu einer Zunahme der Fälle von Prostitution geführt: viele Frauen haben durch den Verkauf von Staatsbetrieben ihre Arbeit verloren. Da sie oft schlecht ausgebildet sind, bleiben ihnen nur wenige Möglichkeiten, ihren Lebensunterhalt zu sichern. Eine Folge davon ist, dass Prostitution als Dienstleistung in der „Überlebenssicherung“ der Familie hingenommen wird.

Schätzungen zufolge arbeiten mindestens 70 000 Prostituierte in Vietnam, 20 000 von ihnen sind Kinder. Diese Zahl erhöht sich, wenn die zunehmende Anzahl der Kinder miteinbezogen wird, die zur Prostitution ins Ausland verkauft werden. Aus der finanziellen Not der vietnamesischen Bevölkerung schöpfen nämlich auch Bordellbesitzer und Menschenhändler der Nachbarländer Gewinn. Sie kommen nach Vietnam und locken Kinder und junge Frauen mit der Aussicht auf eine Ausbildung oder gute und gutbezahlte Jobs nach Kambodscha oder China - von den 15 000 Prostituierten in Kambodschas Hauptstadt Phnom Penh kommt ein Drittel aus Vietnam. Fälle, in denen arme Familien den Versprechungen der Menschenhändler glauben und ihre Kinder verkaufen, nehmen zu. Wenn so etwas passiert, dann nicht aus Skrupellosigkeit, sondern aus Unwissenheit und Not.

 

Durch den in vielen asiatischen Ländern kursierenden Irrglauben, Geschlechtsverkehr mit jungfräulichen Kindern habe eine verjüngende und stärkende Wirkung, werden immer mehr besonders junge Kinder in die Prostitution gezwungen. Diese Entwicklung steht auch im Zusammenhang mit dem Aberglauben, dass sich Kinder weniger leicht mit HIV infizierten. Dem ist natürlich nicht so. Gerade für Kinder, deren Immunsystem durch die Folgen der Armut oft geschwächt ist, besteht ein hohes Risiko einer Infektion mit dem Virus beim erzwungenen Geschlechtsverkehr mit Erwachsenen, da sie dabei häufig nicht nur seelisch, sondern auch körperlich schwer verletzt werden.

 

Die Länder in Südostasien gelten als besonders betroffen von Kinderprostitution. Schätzungen von UNICEF gehen alleine in diesem Gebiet von mehr als einer Millionen Kinderprostituierten aus.

 

Vietnam hat am 28. Februar 1990 die UN Konvention über die Rechte des Kindes ratifiziert und sich verpflichtet, Kinder vor allen Formen sexueller Ausbeutung und sexuellen Missbrauchs zu schützen, was die Verschleppung von Kindern zur Prostitution in anderen Ländern einschließt. Seit 1996 finden regelmäßig von der Regierung angeordnete Razzien in Vergnügungsetablissements wie Bars und Diskotheken statt, für deren Betreiben strenge Auflagen gelten. Zeitungsberichten zufolge sind es aber gerade hohe Militärs und Parteifunktionäre, die zum Anstieg der Fälle von Prostitution beigetragen haben.


 

HIV/ Aids

Durch die vermehrten Fälle von Prostitution besteht die Befürchtung einer verstärkten Ausbreitung von HIV und AIDS. Nach Schätzungen von UNAIDS und der World Health Organization waren im Jahr 2007 rund 290.000 Menschen in Vietnam mit HIV infiziert, darunter 76.000 Frauen. Wieviele Kinder mit HIV infiziert sind, konnte nicht geschätzt werden. Im selben Jahr starben 20.000 Menschen an den Folgen von HIV.

 


 

Kontakte vor Ort

 

Terre des hommes Germany, Co-ordination Vietnam

Mr. Nguyen Te The

38, Tu Xuong Street, District 3

Ho Chi Minh City, Vietnam

Phone +84-8-9 325 492

Fax +84 8-8 222 157

Email tdhvn@oci.com.vn

Website http://www.tdhsea.org

 

Save the Children UK - Vietnam Office

c/o La Thanh Hotel

218 Doi Can

Ba Dinh District

Hanoi, Viet Nam

Phone: +84 4 832 5319

Fax: +84 4 832 5073

Email: scuk@scuk.org.vn

 

Save the Children Sweden - South East Asia Regional Office

6 Ton That Thiep Street, Ba Dinh

District, Hanoi Viet Nam

Phone: +84 4 823 2393

Fax: +84 4 823 2394

Email: scs@scsweden.org.vn

Website: http://www.savethechildren.net/vietnam

Main contact person(s): Le Thi Minh Thi (minhthi@scsweden.org.vn)

 


LANDESKUNDE VIETNAM

Staat und Gesellschaft

Nach der Verfassung vom April 1992 ist Vietnam eine sozialistische Republik. Staatsoberhaupt ist der Staatspräsident. Die Exekutive wird vom Ministerrat unter dem Ministerpräsidenten vertreten, die Legislative von der Nationalversammlung. Sie wählt den Staatspräsidenten und den Ministerrat. Staatstragende Partei ist die Kommunistische Partei Vietnams.

Obwohl sich der Lebensstandard dank eines Reformprozess in den Neunziger Jahren gebessert hat, lebten 1998 noch gut 40 Prozent der Bevölkerung unter der Armutsgrenze. Immer noch bestehen gewaltige Unterschiede bei den Lebensstandards der Stadt- und Landbevölkerung, zu der 75 Prozent der Vietnamesen zählen. Doch auch für die Stadtbevölkerung reicht ein Einkommen nicht aus, um eine Familie zu ernähren.

Die Bevölkerung leidet auch fast drei Jahrzehnte nach Kriegsende noch an den Folgen der Chemikalieneinsätze. Häufig kommen Kinder körperlich und geistig behindert zur Welt, weite Landstriche sind für die Landwirtschaft nicht mehr nutzbar.

Über 85 Prozent der Bevölkerung sind Vietnamesen, die sich traditionell zum Buddhismus bekennen. Sie leben vorwiegend im Tiefland. Im Bergland leben zudem Minderheiten, u.a. Miao, Moung, Bergstämme (Montagnards), im Süden Cham, Khmer und Chinesen.


 

Wirtschaft

Nach dem Vietnamkriegs begann 1975 der Wiederaufbau der Industrie. Heute exportiert das Land Reis, Kautschuk, Kaffee und Tee. Wichtiger Devisenbringer sind außerdem textile und handwerkliche Erzeugnisse. Nach dem Scheitern der Planwirtschaft geht Vietnam schrittweise in Richtung Marktwirtschaft. Die Reformen im Zuge von „Doi Moi“ – der Politik der Öffnung – haben Handel, Handwerk und Landwirtschaft zunächst angekurbelt, ist jedoch wieder ins Stocken geraten.


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