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Länderinformation Indien





INDEX

Steckbrief

Reiseziel Indien

Landeskunde Indien

(Glossar)

 


STECKBRIEF

Fläche

3.287.590 Quadratkilometer

Einwohner

1,17 Milliarden (Juli 2009)

Hauptstadt

Neu-Delhi (321.883 Einwohner, Agglomeration: 18,4 Mio. 2008)

Amtssprache

Hindi, Englisch und 21 gleichberechtigte Regionalsprachen

BIP je Einwohner (kaufkraftbereinigt)

2.800 US-$ (2008)

Bevölkerungswachstum

1,55 Prozent (2009)

Lebenserwartung

69,9 Jahre (Männer: 67,5 Jahre, Frauen: 72,6 Jahre) (2009)

Säuglingssterblichkeit

30,2 pro 1 000 Lebendgeburten (2009)

Analphabetenrate

39,5 % (2007)

 

 


REISEZIEL INDIEN

Tourismus

Tourismus spielt eine zunehmend wichtige Rolle für Indien und ist zweitgrößte Devisenquelle des Landes. Über sechs Prozent der indischen Beschäftigten sind im Tourismussektor tätig. Der Tourismussektor soll noch weiter ausgebaut werden. Von 2005 auf 2006 fand ein Wachstum von 19 Prozent statt.

Der Individualtourismus ist genauso vertreten wie der Massentourismus. Vor allem Westeuropäer, Nordamerikaner und Australier kommen nach Indien wegen der vielfältigen kulturellen und religiösen Sehenswürdigkeiten, aber auch, um sich an den weitläufigen Stränden bei Goa und den Küstengebieten im Osten, Westen und Süden des Landes zu entspannen. Laut UNWTO wurden im Jahr 2005 rund 5,9 Milliarden Euro bei rund 3,5 Millionen Gästen im Tourismus umgesetzt.


 

Kommerzielle sexuelle Ausbeutung von Kindern im Tourismus

In den letzten Jahren wurden in Indien viele Bars und Diskotheken eröffnet, was unter anderem auch durch eine Zunahme des Tourismus bedingt war. Im Zusammenhang mit dieser ausgebauten Vergnügungsinfrastruktur ging eine ansteigende Nachfrage nach Prostitution und eine Häufung der Fälle von Menschenhandel einher.

 

Nach Schätzungen von ECPAT und UNICEF wurden Mitte der 90er Jahre zwischen 400 000 und 500 000 Kinder in Indien zur Prostitution gezwungen. Ihr Risiko, sich mit dem HIV zu infizieren, ist besonders hoch, da sie beim erzwungenen Geschlechtsverkehr mit erwachsenen Freiern häufig auch körperlich schwer verletzt werden. Die auswegslose Ausbeutungssituation, in der sie leben, gleicht einem Teufelskreis. Die wenigsten können diese Situation verkraften. Drogenkonsum hilft, die eigenen Probleme zu verdrängen, reduziert aber gleichzeitig die körperliche Widerstandsfähigkeit. Dies erhöht die Wahrscheinlichkeit, sich mit HIV zu infizieren.

 

Die Menschenhändler operieren vor allem entlang der traditionellen Handelswege und in touristischen Hochburgen. Aus Nepal zum Beispiel werden jährlich zwischen fünf- und siebentausend Mädchen zwischen acht und 18 Jahren nach Indien und in andere Länder in Bordelle verschleppt. Nach Angaben der Vereinten Nationen gibt es in den indischen Großstädten 150 000 Prostituierte aus Nepal. Einige Hindu-Kasten praktizieren entlang dieser Handelswege Prostitution, manchmal mit Wissen offizieller Stellen und Hotels.

 

Indien hat am 11. Dezember 1992 die UN Konvention über die Rechte des Kindes ratifiziert und sich verpflichtet, Kinder vor allen Formen sexueller Ausbeutung und sexuellen Missbrauchs zu schützen.

 

Wer einen Fall von Kindesmissbrauch beobachtet, kann dies dem Reiseveranstalter und den Tourguides und Hotels vor Ort melden. Einige Fälle wurden bereits von Touristen angezeigt. Auch die Botschaften sowie Nichtregierungsorganisationen wie ANKARUM nehmen Hinweise entgegen und gehen Fällen nach.


 

HIV/ Aids

Durch die vermehrten Fälle von Prostitution besteht die Befürchtung einer verstärkten Ausbreitung von HIV und AIDS. Nach Schätzungen von UNAIDS und der World Health Organization waren im Jahr 2007 etwa 2,4 Millionen Inder mit HIV infiziert, darunter waren 880.000 Frauen. Wieviele Kinder infiziert sind und wie viele Inder an den Folgen von HIV starben, lässt sich nicht sicher schätzen.


 

Kontakte vor Ort

 

Terre des Hommes Germany – Regional Co-ordination Office for South Asia

Regie House

Opp Police Lines

Pandita Ramabai Road

Pudumjee Park, Nana Peth,

Pune 411 002, India

Phone +91-20-2634 40 28

Fax +91-20-2634 40 29

Email: admin@tdhsouthasia.com

Website: http://www.childrensrightsindia.org

 

Children's Rights in Goa

F-5 Meera Buildings

Near Gomantak Bhavan

Santa Inez,

Panaji, Goa - 403 001, India

Phone: +91 832 2426518

Email: dial1098@childlineindia.org.in

Website: http://www.childrightsgoa.org/

 

Childline India Foundation

Nana Chowk Municipal School

Frere Bridge

Mumbai - 400 007, India

Phone: +91 22 23881098

Fax: +91 22 381 1098

Email: dial1098@childlineindia.org.in

Website: http://www.childlineindia.org.in

 

Equations ECPAT-Network

23/25 7th Cross, Vigyan

Nagar, New Thippasandra Post

Bangalore  560075, India

Phone: + 91 80 5244988

Fax: + 91 80 5344149 extn 41

Email: equations@vsnl.com

 

Liberal Assocation for Movement of People (LAMP)

66 Surya Sen Street

Kolkata 700009, India

Phone: +91 33 241 8496

Fax: +91 33 241 6983

Email: dishari@vsnl.net

Website: http://www.lamp-ngo-india.org

 

Manav Kalyan Sansthan

(Human Welfare Society)

50, Laxminagar

Jopdhpur 342010, India

Phone: +91 291 255 0390

Fax: +91 291 255 0390

Email: manavkalyan@hotmail.com

 


LANDESKUNDE INDIEN

Staat und Gesellschaft

Indien ist die größte säkulare parlamentarische Demokratie der Welt, bestehend aus 28 Unionsstaaten und 7 Unionsterritorien.

 

In Indien herrschen große soziale Unterschiede. Das Einkommen der Mittelschicht hat sich in den letzten Jahren verzehnfacht, aber fast drei Viertel der Bevölkerung leben abgeschnitten von der modernen Infrastruktur auf dem Land und kämpfen ums Überleben: 265 Millionen Inder leben unterhalb der Armutsgrenze. Zwei Fünftel der indischen Kinder sind unterernährt. Der Subkontinent hat die höchste Rate an Kindersterblichkeit der Welt.

 

Indien ist gekennzeichnet durch die Koexistenz mehrerer Religionen: Rund vier Fünftel der Bevölkerung sind Hindus, etwa ein Zehntel Muslime, jeweils zwei Prozent sind Christen und Sikhs, der Rest Buddhisten und andere. Der indische Alltag ist stark religiös geprägt. Gottesfürchtige Hindus respektieren die Ehe zwischen Mann und Frau als einzige Lebensgemeinschaft, in der Geschlechtsverkehr erlaubt ist. Die Familie hat einen hohen Stellenwert.

 

Rein gesetzlich sind Frauen und Männer völlig gleichgestellt. Sie haben das Recht auf gleiche Ausbildung und gleichen Lohn. Wie in westlichen Ländern auch, bestehen dennoch Unterschiede zwischen der gesetzlichen Gleichstellung und der Gleichbehandlung von Mann und Frau im Alltag. In manchen elementaren Lebensbereichen ist die Emanzipation der Frau verwirklicht, in anderen ist sie noch nicht ganz durchgefochten. Diese Unterschiede sind teilweise durch religiöse Traditionen bedingt: Nach dem hinduistischen Gesetzbuch Manus z.B. ist die Frau ein Leben lang dem Mann unterstellt, zunächst ihrem Vater, später ihrem Ehemann und nach dessen Tod ihrem Sohn. Nach diesem Gesetzbuch wird von den Frauen erwartet, ihrem Ehemann ehrfürchtig gegenüberzutreten. Jegliche Beziehung zu anderen Männern wird nicht geduldet. In der Öffentlichkeit sollten Frauen nicht rauchen, besonders Männern nicht die Hand geben, niemanden umarmen und auch niemanden küssen.

 

Kinder werden wohl behütet, egal ob sie in mono- oder polytheistischen Familien groß werden. Ihre Familien wünschen sich für sie das, was sich auch Eltern in Europa für ihre Kinder wünschen: eine gute Ausbildung und eine glückliche Zukunft. Religiöse Traditionen verlangen z.B. von den Eltern eine Mitgift für ihre Tochter, was für viele Familien eine große finanzielle Belastung bedeutet. Wenn Eltern ihre Töchter an Menschenhändler verkaufen, die den Mädchen gute und gutbezahlte Jobs versprechen, dann geschieht das meistens nicht aus Skrupellosigkeit, sondern aus Unwissenheit und Not.


 

Wirtschaft

Die indische Wirtschaft wächst um fünf bis sechs Prozent pro Jahr, dabei ist Indien führend im Bereich Softwareentwicklung und Informationstechnologie.


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