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Länderinformation Slowenien





INDEX

Steckbrief

Reiseziel Slowenien

Landeskunde Slowenien

(Glossar)

 


STECKBRIEF

Fläche

20.273 Quadratkilometer

Einwohner

2,01 Millionen (Juli 2009)

Hauptstadt

Ljubljana (278.638 Einwohner 2007)

Amtssprache

Slowenisch (weitere Sprachen: serbokroatisch 4,5 % und andere)

BIP (kaufkraftbereinigt) je Einwohner

29.500 $ (2008)

Bevölkerungswachstum

-0,11 (2009)

Lebenserwartung

76,9 Jahre (Männer: 73,3 Jahre, Frauen: 80,8 %) (2009)

Säuglingssterblichkeit

4,3 pro 1000 Lebendgeburten (2009)

Analphabetenrate

0 % (2007)

 

 


REISEZIEL SLOWENIEN

Tourismus

Der Tourismus ist ein wichtiger Wirtschaftszweig Sloweniens. Insbesondere die Alpen (Skifahren ist Nationalsport), die Adriaküste und Ljubljana sind hier die Hauptanziehungspunkte. Aber auch weitere Sehenswürdigkeiten, wie z.B. die Adelsberger Grotten sind sehr beliebt. Die touristische Schönheit des Landes führt dazu, dass mittlerweile 9% des BIP von der Touristikindustrie erwirtschaftet wird. Laut UNWTO wurden im Jahr 2005 rund 1,5 Milliarden Euro bei rund 1,6 Millionen Gästen im Tourismus umgesetzt.


 

Kommerzielle sexuelle Ausbeutung von Kindern im Tourismus

Slowenien ist ein Transit- aber auch Ursprungsland für Menschenhändler, die Kinder (und Frauen) mit dem Ziel der sexuellen Ausbeutung in andere westeuropäische Länder, vor allem nach Österreich, bringen. Als Reiseziel für pädo-sexuelle Täter spielt Slowenien eine untergeordnete Rolle.


 

Recht

In Slowenien erlaubt das "Exterritorialprinzip" die strafrechtliche Verfolgung von Staatsbürgern, die sexuellen Missbrauch an Kindern im Ausland begangen haben. Auch wenn der Tatbestand in dem entsprechenden Land nicht unter Strafe steht. In Slowenien begangener sexueller Missbrauch  an Kindern wird mit Freiheitsentzug zwischen drei und zehn Jahren geahndet. Slowenien hat im Juni 1991 die UN-Kinderrechtskonvention ratifiziert.


 

HIV/ Aids

Nach Schätzungen von UNAIDS und der World Health Organization waren im Jahr 2007 weniger als 500 Menschen in Slowenien mit HIV infiziert. Wieviele Kinder und Frauen mit HIV infiziert sind, konnte nicht geschätzt werden. In dem selben Jahr sind weniger als 200 Menschen an den Folgen von HIV gestorben.


 

Kontakte vor Ort

 

South East European Child Rights Action Network

(SEECRAN)

Metelkova 6,

1000 Ljubljana, Slovenia

Phone: +386 1 438 5250

Fax: +386 1 432 3383

Email: info@seecran.org

Website: http://www.seecran.org

 


LANDESKUNDE SLOWENIEN

Geschichte

Um die Zeitenwende wird das auf dem Gebiet des heutigen Sloweniens liegende Königreich Noricum vom römischen Imperium einverleibt. Gleichzeitig werden die ersten bis heute bestehenden Städte, wie z.B. Ljubljana gegründet.

Nach dem Niedergang des Weströmischen Reichs im 6. Jahrhundert erfolgte eine neuerliche Besiedlung des Gebietes durch den Südslawischen Volksstamm der Slowenen, die selber aus dem Dnjepr-Gebiet im heutigen Russland stammten. 630 wird der slawische Staat Karantanien gegründet, der bis nach Böhmen, Österreich und Ungarn reichte. Die Unabhängigkeit wurde aber schon etwa hundert Jahre später beendet. Das Gebiet gelangte in fränkische und bayerische Fremdherrschaft. In den folgenden Jahrhunderten geriet das Gebiet des heutigen Sloweniens unter die Hoheit von Venedig, deutscher Fürsten und verschiedener anderer Herrscher. Insbesondere die Habsburger gliederten im Laufe der Zeit immer größere Teile des Landes in ihr Herrschaftsgebiet ein und regierten viele Jahrhunderte über das heutige Slowenien, nur von der napoleonischen Besatzung kurzeitig unterbrochen.

Nach dem Zusammenbruch der Doppelmonarchie Österreich-Ungarn als Folge des Ersten Weltkriegs gründeten Slowenen, Serben und Kroaten ein gemeinsames Königreich mit späterem Namen Jugoslawien. Ein Staat, den schon bald innenpolitische Zerrüttung kennzeichnete.

Während des Zweiten Weltkriegs wurde das slowenische Gebiet unter den Achsenmächten aufgeteilt, nach Ende des Krieges jedoch der jugoslawische Staat wiederhergestellt.

Nach einem Referendum für die Unabhängigkeit des Landes, erklärte Slowenien 1991 die Selbständigkeit von Jugoslawien, was die jugoslawische Führung mit militärischen Mitteln erfolglos zu verhindern suchte. Nach der Transformation konnte sich Slowenien schnell politisch und vor allem wirtschaftlich stabilisieren. Seit 2004 ist Slowenien Mitglied der Europäischen Union. Am 01. Januar 2007 wurde der Euro als offizielles Zahlungsmittel eingeführt. Damit ist Slowenien das erste postkommunistische Land, in dem mit Euro gezahlt werden kann.


 

Staat und Gesellschaft

Die Republik Slowenien hat sich 1991 eine neue Verfassung gegeben, die sich an westlichen Demokratien orientiert. Oberhaupt des Staates ist der Präsident, der hauptsächlich repräsentative Funktionen übernimmt, aber auch Oberbefehlshaber der Streitkräfte ist.

Das slowenische Parlament besteht aus zwei Kammern: dem Nationalrat und der Nationalversammlung. In der momentanen Regierungskoalition ist die Liberaldemokratische Partei die stärkste Fraktion, die auch den Regierungschef Anton Rop stellt. Staatsoberhaupt ist seit 2002 Janez Drnovšek.

 

Slowenien hat im Gegensatz zu anderen Republiken des ehemaligen Jugoslawien eine sehr einheitliche Bevölkerungsstruktur. Etwa 88% der Bevölkerung sind Slowenen. Serben, Kroaten und bosnische Muslime sind die größten anderen Bevölkerungsgruppen mit jeweils ca. 2% Anteil. Über zwei Drittel der Bevölkerung bezeichnet sich heute traditionell als römisch-katholisch, Orthodoxe, Muslime und Protestanten haben einen Anteil von jeweils unter 2%. Anders als in anderen Ländern wird jedoch in Slowenien die strenge Trennung zwischen Kirche und Staat praktiziert. So wird an öffentlichen Schulen kein Religionsunterricht gegeben.

Bereits im ehemaligen Jugoslawien galten die Slowenen  wegen ihrer wirtschaftlichen Leistungen als Vorbild. Ihnen werden die Attribute Fleiß, Korrektheit und Strebsamkeit zugeschrieben, was ihnen auch die Bezeichnung „Preußen des Balkans“ eingebracht hat - sowohl in positiver wie auch negativer Hinsicht.

 

Kulturell orientieren sich die Slowenen an Westeuropa. Als "Durchgangsgebiet" war das Land jedoch unterschiedlichen Einflüssen und Interessen ausgesetzt. Neben Kunst und Kultur sind die Slowenen besonders stolz auf ihre Sportler und die langjährige olympische Tradition ihres Landes. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts haben slowenische Sportler an beinahe allen olympischen Spielen teilgenommen. Vor allem im Wintersport erreichten und erreichen slowenische Athleten hervorragende Ergebnisse.


 

Wirtschaft

Die slowenische Wirtschaft ist im Vergleich zu anderen Transformationsstaaten sehr erfolgreich. Das BIP pro Kopf ist vergleichbar mit Griechenland und Portugal. Seit Mitte der 90er Jahre konnte Slowenien den Zusammenbruch der osteuropäischen Absatzmärkte langsam kompensieren und dadurch seine Wirtschaft stabilisieren. Seitdem verzeichnet es stetige Zuwächse.


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