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Länderinformation Slowakei





INDEX

Steckbrief

Reiseziel Slowakei

Landeskunde Slowakei

(Glossar)

 


STECKBRIEF

Fläche

48.845 Quadratkilometer

Einwohner

5,46 Millionen (Juli 2009)

Hauptstadt

Bratislava (426.927 Einwohner 2007)

Amtssprache

Slowakisch (weitere Sprachen: Ungarisch 10,7 %, Roma 1,8 % und Ukrainisch 1 %)

BIP (kaufkraftbereinigt) je Einwohner

21.900 US$ (2008)

Bevölkerungswachstum

0,14% (2009)

Lebenserwartung

75,4 (Männer: 71,5 Jahre, Frauen: 79,5 Jahre) (2009)

Säuglingssterblichkeit

6,8 pro 1000 Lebendgeburten (2009)

Analphabetenrate

0% (2007)

 


REISEZIEL SLOWAKEI

Tourismus

Hauptanziehungspunkt für Reisen in die Slowakei ist die alpine Landschaft der Tatra mit gut erschlossenen Wintersportgebieten. Aber auch außerhalb der Wintersaison bieten zahlreiche Nationalparks und Naturschutzgebiete in vorwiegend gebirgigen Regionen lohnenswerte Reiseziele. Hinzu kommen die kulturelle Vielfalt der Städte sowie zahlreiche Burgen und Schlösser im ganzen Land. Laut UNWTO wurden im Jahr 2005 rund 972 Millionen Euro bei rund 1,5 Millionen Gästen im Tourismus umgesetzt.


 

Kommerzielle sexuelle Ausbeutung von Kindern im Tourismus

Sexuelle Ausbeutung von Kindern durch Touristen stellt in der Slowakei ein erhebliches Problem dar. Die Opfer sind sowohl Kinder aus der Slowakei, als auch zunehmend Mädchen aus Russland und der Ukraine.

Zudem werden slowakische Kinder von gut organisierten professionellen Schlepperbanden in verschiedene westeuropäische Länder, aber auch nach Tschechien und Japan gebracht, um dort sexuell missbraucht und ausgebeutet zu werden. Eben dieses Schicksal erfahren auch Kinder aus Staaten der ehemaligen Sowjetunion und den Balkanländern, die in der Slowakei von anderen Banden übernommen und weitertransportiert werden.


 

Recht

In der Slowakei wird der Missbrauch von Kindern, also jeder sexuelle Kontakt, mit Haftstrafen von mindestens sechs Monaten und bis zu fünf Jahren geahndet.

Die Slowakische Regierung hat im Januar 1993 die UN-Kinderrechtskonvention ratifiziert.


 

HIV/ Aids

Nach Schätzungen von UNAIDS und der World Health Organization waren im Jahr 2007 weniger als 500 Menschen in der Slowakei mit HIV infiziert. Wieviele Kinder und Frauen mit HIV infiziert sind, konnte nicht geschätzt werden. Es gibt nahezu keine sicheren Zahlen.


 

Kontakte vor Ort

 

Defence for Children International - Slovak Republic

(Children's Fund of the Slovak Republic - Detsky Fond Slovenskej Republiky)

Zapadna 2

82102- Bratislava, Slovakia

Phone: +421 2 43422634

Fax: +421 2 433634354

Email: dfsr@dfsr.sk

Website: http://www.dfsr.sk

 


LANDESKUNDE SLOWAKEI

Geschichte

Bis ins 5. Jahrhundert bevölkerte der germanische Stamm der Quaden das Gebiet der heutigen Slowakei. Im Zuge der Völkerwanderung, verloren die Quaden nach und nach ihre dominante Stellung und wurden durch einwandernde Slawen verdrängt.

Anfang des 9. Jahrhunderts erfuhr das Gebiet mit der Entstehung des Fürstentums Großmähren einen zivilisatorischen Wendepunkt. Nach nur 100 Jahren wurde das Fürstentum jedoch von den damals noch nomadischen Ungarn bezwungen. Teile des Gebietes wurden von ungarischen Stammesführern unterworfen, der Rest zersplittert in zahlreiche slawische Fürstentümer, bis auch diese nach und nach von den Ungarn erobert wurden. Das entstandene ungarische Königreich beherrschte die folgenden Jahrhunderte das Gebiet der Slowakei.

Nach dem Sieg der Osmanen, zerfiel Ungarn in drei Teile, wobei die Habsburger sich hauptsächlich den slowakischen Teil sicherten. Neben steten Auseinandersetzungen mit den Osmanen prägten insbesondere zahlreiche Aufstände gegen die Habsburger das Bild der folgenden zwei Jahrhunderte. Der Zorn der Slowaken richtete sich besonders gegen die Wiener Fremdbestimmung und die katholische Gegenreformation des bis dahin reformatorisch geprägten Landes.

Anfang des 18. Jahrhunderts gelang die Vertreibung der Osmanen vollends und das Königreich Ungarn wurde von der Habsburger Krone einverleibt. Mit dem Entstehen der Österreich-Ungarischen Doppelmonarchie geriet die Slowakei unter dessen Dominanz und ist zunehmenden Repressionen ausgesetzt.

Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs schloss sich die Slowakei mit den von Österreich beherrschten tschechischen Gebieten zur Tschechoslowakei zusammen, bis sie ab 1938 von Deutschland, Ungarn und Polen besetzt wurde.

Nach Ende des Zweiten Weltkriegs wurde die Slowakei erneut offiziell Teil der Tschechoslowakei, die ab 1948 kommunistisch regiert wurde und sich 1955 auch dem Warschauer Pakt anschloss.

Die heutige Slowakei wurde 1993 nach der friedlichen Trennung von den tschechischen Gebieten gegründet. 2004 folgte der Beitritt zu NATO und in die EU.


 

Staat und Gesellschaft

Die Slowakei ist eine Republik mit einer parlamentarischen Einkammersystem. Staatsoberhaupt ist der Präsident, der den Ministerpräsidenten ernennt und auf dessen Vorschlag auch die Minister. Das Amt des Staatspräsidenten bekleidet der im April 2004 gewählte Ivan Gašparoviè. Seit 2002 steht Mikulas Dzurinda als Ministerpräsident der konservativ-liberalen Regierung vor.

 

Die Slowaken stellen mit etwa 85% die bedeutendste Bevölkerungsgruppe im Land. Größte Minderheit sind mit beinahe 10% die Ungarn. Zudem leben etwa 300.000 Roma in der Slowakei.

Zwei Drittel der Bevölkerung bekennen sich zum römisch-katholischen Glauben. Zur evangelischen Kirche zählen sich 6%, griechisch-katholisch weitere 3%.

Die slowakische Bevölkerung ist sehr ländlich geprägt. Es leben lediglich 57% der Slowaken in Städten.

 

Über viele Jahrhunderte befand sich das Gebiet der heutigen Slowakei im Zentrum der Begegnungen zwischen deutschen, ungarischen und slawischen Kulturen. Im Gegensatz zum Nachbarn Tschechien, bei dem später kulturell wie politisch eine westliche Orientierung erfolgte, blickte die Slowakei eher in Richtung Ungarn. Tschechen und Slowaken sind kulturell sehr verschieden, was u.a. wegen der sprachlichen Verwandtschaft nicht gleich auffällt.

 

Im Vorfeld des EU-Beitritts hat die Slowakei bei der Gleichbehandlung von Männern und Frauen beachtliche Fortschritte erzielt und alle notwendigen Rechtsvorschriften in Kraft gesetzt. Der Frauenanteil der Beschäftigten liegt bereits bei 48%.


 

Wirtschaft

Die ehemals sehr ausgeprägte, traditionell wichtige Landwirtschaft spielt nach einem gewaltigen Reformprozess keine wesentliche Rolle mehr. Entscheidend für das BIP sind der industrielle und der Dienstleistungssektor. Am bedeutendsten sind hier die Chemie-, Fahrzeug- und Metallindustrie. Im Vorfeld des EU-Beitritts hat sich die Situation in der Slowakei wesentlich verbessert, wenn es auch noch immer Schwachpunkte gibt – wie z.B. die hohe Arbeitslosigkeit von annähernd 20%. Dennoch sind die Strukturen der Slowakei grundlegend reformiert und gelten mittlerweile in vielen Bereichen als vorbildlich – auch für westeuropäische Staaten.


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