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Länderinformation Kroatien





INDEX

Steckbrief

Reiseziel Kroatien

Landeskunde Kroatien

(Glossar)

 


STECKBRIEF

Fläche

56.542 Quadratkilometer

Einwohner

4,49 Millionen (Juli 2009)

Hauptstadt

Zagreb (700.720 Einwohner, 2006)

Amtssprache

Kroatisch (weitere Sprachen: Serbisch, Italienisch, Ungarisch, Deutsch)

BIP (kaufkraftbereinigt) je Einwohner

16.100 US$ (2008)

Bevölkerungswachstum

-0,05 (2009)

Lebenserwartung

75,4 Jahre (Männer: 71,7, Frauen: 79,2) (2009)

Säuglingssterblichkeit

6,4 pro 1000 Lebendgeburten (2009)

Analphabetenrate

1,5% (2,2% Frauen, 0,6% Männer) (2004)

 

 


REISEZIEL KROATIEN

Tourismus

Der Tourismus in Kroatien spielt traditionell eine sehr große Rolle. Die kroatische Adriaküste war und ist ein beliebtes Reiseziel - auch für westeuropäische Touristen.

Laut UNWTO wurden im Jahr 2005 rund 6 Milliarden Euro bei rund 8,5 Millionen Gästen im Tourismus umgesetzt.

Die meisten Besucher kommen im Sommer nach Kroatien um die reich gegliederte Adriaküste zu erleben. Ebenso befinden sich zahlreiche Thermal- und Mineralbäder im Landesinnern für Kuraufenthalte. Für Wintersportler existieren viele Skigebiete, von denen jedoch noch nicht alle vollständig touristisch erschlossen sind.


 

Kommerzielle sexuelle Ausbeutung von Kindern im Tourismus

Als Reiseziel für pädosexuelle Straftäter spielt Kroatien eine untergeordnete Rolle, jedoch wird in letzter Zeit vermehrt von Zwangsprostitution in den Küstenstädten berichtet. Zudem wird das Land von Schleuserbanden genutzt, um Opfer aus der Ukraine, Rumänien oder Bulgarien weiter nach Westeuropa zu bringen. Aber auch kroatische Frauen und Kinder werden in vorwiegend westeuropäische Staaten gebracht, um dort sexuell missbraucht und ausgebeutet zu werden.


 

Recht

Sexueller Missbrauch von Kindern wird in Kroatien mit Freiheitsentzug bis zu zehn Jahren geahndet. Kroatien hat im Oktober 1991 die UN-Kinderrechtskonvention ratifiziert. Im Juni 2002 folgte die Verabschiedung des Zusatzprotokolls Kinderhandel, Kinderpornographie und Kinderprostitution betreffend.


 

HIV/ Aids

Nach Schätzungen von UNAIDS und der World Health Organization waren im Jahr 2007 weniger als 500 Menschen in Kroatien mit HIV infiziert. Allerdings gibt es nahezu keine abgesicherten Daten über HIV/AIDS in Kroatien. Auf Grund der sich ausbreitenden Prostitution in dem südosteuropäischen Land ist aber damit zu rechnen, dass die Dunkelziffer weitaus höher liegt und HIV sich weiter ausbreiten wird.


 

Kontakte vor Ort

 

South East European Child Rights Action Network (SEECRAN)

Metelkova 6,

1000 Ljubljana, Slovenia

Phone: +386 1 438 5250

Fax: +386 1 432 3383

Email: info@seecran.org

Website: http://www.seecran.org

 

 


LANDESKUNDE KROATIEN

Geschichte

Das vormals zum Römischen Reich gehörende Gebiet wurde um 620 vom Volk der Kroaten besiedelt. Es bildete sich ein kroatisches Fürstentum, das jedoch bald unter die Fremdherrschaft von Byzanz im Osten und von Franken im Westen geriet. Gleichzeitig wurde Kroatien christlich und 925 zum Königreich.

Über eine Personalunion erlangte Ungarn 1102 die Herrschaft in Kroatien, das Land behielt jedoch seine Selbstverwaltung. Im Zuge der Expansion des Osmanischen Reichs und der damit einhergehenden Schwächung Ungarns, suchte Kroatien die Nähe zu den Habsburgern und gelangte bis zum Ende des Ersten Weltkriegs (also über 800 Jahre) unter österreichische (später österreich-ungarische) Hoheit.

Nach 1918 löste sich Kroatien aus der besiegten Habsburger Monarchie. Italien besetzte kroatische Gebiete, die ihm als Siegermacht über Österreich-Ungarn zugesagt worden waren. Hierauf beschloss das Königreich Kroatien die Vereinigung mit dem Königreich Serbien zur Stärkung der eigenen Position. In diesem Bund dominierten serbische Interessen, was den nationalistischen Bestrebungen und den Unabhängigkeitsbefürwortern in Kroatien Zulauf verschaffte.

Im Zweiten Weltkrieg besetzten deutsche Truppen Jugoslawien, worauf sich kroatische Gruppen mit dem faschistischen Deutschland verbündeten und große Teile des Landes unter ihre Herrschaft brachten. Partisanen aus ganz Jugoslawien schafften es jedoch, weite Teile Kroatiens wieder in ihre Hand zu bringen.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde Kroatien eine von sechs Teilrepubliken des neu gegründeten sozialistischen Jugoslawien mit Tito an der Spitze. Trotz einer stärkeren Öffnung des Landes zum Westen, als dies bei anderen, von Moskau dominierten sozialistischen Staaten der Fall war, hatten Regimegegner mit scharfen Repressalien zu rechnen. Nach dem Tod Titos 1980 wuchsen die Spannungen zwischen den großserbischen und zentralistischen Bestrebungen auf der einen und kroatischem Nationalismus auf der anderen Seite. Mit den ersten freien Wahlen 1990 war die Tendenz zur Unabhängigkeit in Kroatien unübersehbar. 1991 erklärte Kroatien seine Unabhängigkeit, Serbien versuchte die Einheit des Staates militärisch zu erhalten, verfolgte später aber auch die Schaffung eines Großserbischen Reiches. Es folgte ein jahrelanger Bürgerkrieg, der erst nach militärischen Erfolgen der Kroaten 1995 endete. Seit 2004 ist Kroatien Beitrittskandidat für die EU.


 

Staat und Gesellschaft

Mit der Verfassungsänderung Anfang 2001 besitzt Kroatien ein stabiles politisches System. Das Parlament besteht aus einer Kammer; Gewaltenteilung und Grundrechte sind festgeschrieben. Im Vorfeld der Beitrittsverhandlungen zur EU hat die Regierung zahlreiche Reformen vorgenommen. Insbesondere im Justizwesen stehen 2004 jedoch noch Anstrengungen aus.

 

Die Serben stellen mit 4,5% an der Gesamtbevölkerung die größte Minderheit in Kroatien, wenn ihre Zahl seit Ausbruch des Krieges auch stark rückläufig ist. Die große Mehrheit sind ethnische Kroaten mit 90%. Weitere Minderheiten liegen unter 0,5%. Die Beziehungen zwischen Kroaten und Serben sind aufgrund des Krieges noch immer belastet. Auch innenpolitisch und wirtschaftlich bereiten die Kriegsfolgen noch große Probleme.

Die ethnische Bevölkerungsverteilung spiegelt sich auch in den Religionen wider. Die Kroaten bekennen sich fast ausnahmslos zum römisch-katholischen Glauben, dem somit 90% der Gesamtbevölkerung anhängen. Weitere 4% sind serbisch-orthodox, 1% ist muslimisch.


 

Wirtschaft

Nach wirtschaftlich sehr schweren Nachkriegsjahren, erholt sich die Ökonomie seit 2000 spürbar. Das Bruttoinlandsprodukt stiegt deutlich (2002: 5,3%, 2003: 4,3%) bei einer für ein Transformationsland extrem niedrigen Inflationsrate (2002: 1,7%, 2003: 1,8%). Trotz dieser positiven Entwicklung ist die wirtschaftliche Lage noch immer sehr angespannt. Ein hohes Haushaltsdefizit (2003: 5,7%) und hohe, wenn auch rückläufige Arbeitslosenzahlen um die 20% bereiten Sorge. Ebenso sind weitere Reformen bei der Sozialversicherung und der Privatisierung von Staatsunternehmen dringend vonnöten.

Am bedeutendsten für die kroatische Wirtschaft sind die verarbeitende Industrie (v.a. Nahrungsmittel, Erdölverarbeitung und Chemie) sowie der Tourismus, der 21% zum BIP beiträgt.


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