Reisende Reiseindustrie Organisationen Presse Staaten
 
Reiseziele
Europa
Bulgarien
Dänemark
Deutschland
Estland
Italien
Kroatien
Lettland
Litauen
Polen
Rumänien
Russland
Slowakei
Slowenien
Tschechien
Ukraine
Ungarn
Amerika
Afrika
Asien
Richtig Reisen
Länderinformation Deutschland





INDEX

Steckbrief

Reiseziel Deutschland

Landeskunde Deutschland

(Glossar)

 


STECKBRIEF

Fläche

357 021 Quadratkilometer

Einwohner

82,3 Millionen (Juli 2009)

Hauptstadt

Berlin (3,4 Millionen Einwohner, 2008)

Amtssprache

Deutsch

BIP (kaufkraftbereinigt) je Einwohner

34.800 US$ (2008)

Bevölkerungswachstum

-0,05 Prozent (2009)

Lebenserwartung

79,3 Jahre (Männer: 76,3 Jahre, Frauen: 82,4 Jahre) (2009)

Säuglingssterblichkeit

4 pro 1 000 Lebendgeburten (2009)

Analphabetenrate

1 Prozent (2008)

 


REISEZIEL DEUTSCHLAND

Tourismus

Die Tourismuswirtschaft spielt für Deutschland eine große Rolle und ist in Deutschland die Branche mit dem zweitgrößten Umsatz nach der Automobilindustrie. Laut UNWTO wurden im Jahr 2005 rund 23,5 Milliarden Euro bei rund 21,5 Millionen Gästen im Tourismus umgesetzt. Es wird geschätzt, dass der Tourismus direkt und indirekt bis zu 2,8 Millionen Arbeitsplätze in Deutschland sichert.

Für Reisen ins Ausland gaben Deutsche im Jahr 2003 rund 52,5 Milliarden Euro aus. Deutsche bevorzugen für ihren Urlaub Reisen ins Ausland, zwei Drittel der Deutschen möchten Umfragen zu Folge ihren Urlaub im Ausland verbringen. Als Sextouristen sind laut einer Studie der Freien Universität Berlin rund 400.000 Deutsche jährlich ins Ausland unterwegs. Nach Schätzungen sind ein bis fünf Prozent darunter, die an Kinderprostitution interessiert sind.


 

Kommerzielle sexuelle Ausbeutung von Kindern im Tourismus

Deutschland gehört wie die meisten westeuropäischen Länder zu den „Entsender- oder Herkunftsländern“. Das bedeutet, dass ein Teil der Fernreisenden aus diesem Land gezielt ins Ausland fahren, um dort sexuelle Dienstleistungen nachzufragen. Es wird geschätzt, dass jährlich 10.000 Deutsche die Existenznöte der Menschen in den Reiseländern ausnutzen, um Kinder sexuell zu missbrauchen. Als Zielland für Touristen, die in Deutschland Kinder missbrauchen wollen, spielt es kaum eine Rolle. 

Der sexuelle Missbrauch von Kindern in Deutschland steht nicht direkt im Zusammenhang mit Tourismus. Die Täter und Täterinnen, die in Deutschland Kinder sexuell missbrauchen, kommen meist aus dem unmittelbaren familiären Umfeld der Kinder. Nach Angaben aus der polizeilichen Kriminalstatistik werden jährlich etwa 20.000 Menschen wegen des sexuellen Missbrauchs von Kindern angezeigt. Die Dunkelziffer liegt wie so oft bedeutend höher. Nach Schätzungen des Bundesfamilienministeriums liegt diese Dunkelziffer bei 50.000 bis 300.000 Fällen jährlich.

Ein weiteres Problem ist der Menschenhandel in Deutschland, wobei das Land sowohl Bestimmungs- als auch Transitland für die Opfer des Menschenhandels ist. Die meisten Opfer sind Frauen und Mädchen zwischen 16 und 25 Jahren, die zur Prostitution gezwungen werden. Laut Polizeistatistiken waren weniger als 0,5 Prozent der Opfer Männer oder Jungen. Nichtregierungsorganisationen schätzen die Zahl der Frauen und Mädchen, die jährlich ins oder durchs Land geschleust werden auf mehrere Zehntausend - die Zahlen variieren jedoch beträchtlich. Das UN-Zentrum für Internationale Verbrechensvorbeugung stellte fest, dass Deutschland das Bestimmungsland ist, in das Opfer des Menschenhandels am häufigsten geschleust werden. Die EU geht von über 120.000 Menschen aus, die jährlich in die Bundesrepublik gebracht werden.

Von diesen kamen 87 Prozent aus Osteuropa und den Ländern der früheren Sowjetunion, vor allem aus Russland, Polen, der Ukraine, der Republik Moldau, Litauen, der Slowakei, Lettland, Bulgarien und der Tschechischen Republik. Vielfach schleusen die Verbrecherringe Frauen, die bereits in einem Europäischen Land verhaftet und ausgewiesen worden waren, in ein anderes Land weiter. Nichteuropäische Opfer kamen in erster Linie aus Afrika und Asien.


 

Recht

Seit 1993 können Fälle des sexuellen Missbrauchs von Kindern, die durch Deutsche im Ausland begangen wurden, in Deutschland strafrechtlich verfolgt werden. Dies auch, wenn die Tat im Ausland nicht mit Strafe bedroht ist. Kindesmissbrauch wird mit Haftstrafen bis zu fünfzehn Jahren bestraft.

Deutschland hat am 6. März 1992 die UN-Konvention über die Rechte des Kindes ratifiziert und sich verpflichtet, Kinder vor allen Formen sexueller Ausbeutung und sexuellen Missbrauchs zu schützen.


 

HIV/ Aids

Nach Schätzungen von UNAIDS und der World Health Organization waren im Jahr 2007 etwa 53.000 Menschen in Deutschland mit HIV infiziert, darunter 15.000 Frauen. Wieviele Kinder mit HIV infiziert sind, konnte nicht geschätzt werden. Im selben Jahr sind weniger als 500 Deutsche an den Folgen von HIV gestorben.


 

Kontakte vor Ort

 

GESPCAN (DGgKV)

Mendelssohnstraße 17

40233 Düsseldorf

Phone: +49 211 875 14 024

Fax: +49 211 875 14 025

Email: info@dgfpi.de

Website: http://www.dgfpi.de

 

Deutscher Kinderschutzbund Bundersverband e.V.

(German Society for the Protection of Children)

Schöneberger Str. 15

10963 Berlin

Phone: +49 30 214 809 - 0

Fax: +49 30 214 809 - 99

Email: info@dksb.de

Website: http://www.dksb.de

 

Terre des Hommes - Germany

Ruppenkampstraße 11a

Postfach 4126

49084 Osnabrück

Phone: +49 541 710 10

Fax: +49 541 707 233

Email: info@tdh.de

Website: http://www.tdh.de

 

 


LANDESKUNDE DEUTSCHLAND

Geschichte

Die Teilung des Frankenreichs im 9. Jahrhundert setzte den Grundstein für die separate Entwicklung Frankreichs und Deutschlands. Der östliche Bereich bildete sich bald zum „Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation“ und war ein vor- und übernationales Gebilde, das sich im Gegensatz zu Frankreich niemals zu einem Nationalstaat entwickelte. Es sah sich als Nachfolger des antiken Römischen Reichs, den Zusatz „Deutscher Nation“ erhielt es erst im 15. Jahrhundert. Formalen Bestand hatte es bis 1806, als Napoleon den letzten deutschen Kaiser dieses Reichs zum Abdanken zwang. Der eigentliche Nationalstaat „Deutschland“ entstand jedoch erst 1871 und zählt somit zu den jüngeren in Europa.

 

In der noch jungen Geschichte des Landes, zeichnete es sich 1914 mitverantwortlich für den Ausbruch des Ersten Weltkriegs. Nur wenig später verursachte das Land den Zweiten Weltkrieg, der 1945 mit der Niederlage gegen die Westalliierten und Sowjetunion endete. Das Resultat des Krieges war nicht nur die Zerstückelung des eigenen Landes, es folgte mit dem Kalten Krieg die Teilung von ganz Europa.

Von 1949 bis 1990 war Deutschland geteilt in die Deutsche Demokratische Republik und die Bundesrepublik Deutschland. Mit dem Fall der innerdeutschen Mauer endete der Kalte Krieg und Deutschland wurde wieder vereint.


 

Staat und Gesellschaft

Die Bundesrepublik Deutschland ist eine parlamentarische Demokratie mit liberaler Marktwirtschaft, Presse- und Religionsfreiheit. Deutschland ist Mitglied der Europäischen Union (EU).

Laut offiziellen Angaben lebt in Deutschland niemand unterhalb der absoluten Armutsgrenze. In den letzten Jahren wurde jedoch ein leichter Anstieg der Ungleichheit bei der Einkommensverteilung und damit einhergehend ein Anstieg der Armut verzeichnet. So hatten nach Eurostat-Angaben (2001) 11% der Deutschen ein Einkommen, das unter 60% des nationalen Durchschnittseinkommens lag und lebten somit in andauernder Armut. Betroffen hiervon sind vor allem Familien mit Kindern und alleinerziehende Mütter.

Gesetzlich sind Frauen und Männer gleichgestellt. Wie in vielen anderen westlichen Ländern auch bestehen dennoch Unterschiede zwischen der gesetzlichen Gleichstellung und der Gleichbehandlung von Mann und Frau im Alltag. In Deutschland zeigt sich dies immer noch an den Löhnen. So verdiente 2001 eine Frau in der Industrie durchschnittlich nur 79% so viel wie ein Mann (Statistisches Bundesamt).

Die Bevölkerung Deutschlands besteht aus 91,5% Deutschen, 2,4% Türken und 6,1% Anderen (vor allem Zuwanderer aus Serbien, Italien, Russland, Griechenland, Polen und Spanien). 34% der Deutschen sind katholischen Glaubens, 34% gehören der evangelischen Kirche an und ca. 3,7% bekennen sich zum islamischen Glauben. Circa 28% sind konfessionslos oder gehören anderen Religionsgemeinschaften an.

Die Erfahrungen des Zweiten Weltkriegs haben die deutsche Bevölkerung dahingehend geprägt, dass sie der Anwendung militärischer Gewalt sehr skeptisch gegenübersteht, was zuletzt in der deutschen Positionierung während des Irakkriegs deutlich wurde. Ebenso ist zu beachten, dass der Staat fast 45 Jahre lang geteilt war und die Deutschen im Osten durch andere Lebenswelten und Erfahrungshorizonte geprägt waren als die Westdeutschen. An der Überwindung dieser "Mauer in den Köpfen" arbeiten die Deutschen noch zu Beginn des 21. Jahrhundert.


 

Wirtschaft

Deutschland gehört zu den führenden Industrienationen der Welt und hat ein BIP von über zwei Billionen Euro. Den größten Anteil daran hat der Dienstleistungssektor, der kontinuierlich zu Lasten des verarbeitenden Gewerbes wächst. Bei letzterem sind die Automobilindustrie, der Maschinenbau und die Elektrotechnik die größten Sektoren. Hinzu kommen chemische Produkte und Konsumgüter der Nahrungs- und Genussmittelbranche. 

Im Zuge der Globalisierung haben zahlreiche Firmen in den letzten Jahren aus Kostengründen ihre Produktion ins Ausland verlagert. Die Exportabhängigkeit der Deutschen hat sich hingegen weiter erhöht. Die Zahl der in der Landwirtschaft Beschäftigten sinkt seit Jahrzehnten im Zuge der Aufgabe kleinerer und mittlerer Betriebe. Bezogen auf die 36 Millionen Erwerbstätigen in Deutschland sind derzeit 2,4% in der Landwirtschaft beschäftigt, 32,4% in der Industrie und 65,2% im Dienstleistungssektor. 

Die Deutsche Volkswirtschaft zeichnet 2004 wachsende Probleme und über die Jahre angestaute Mängel aus, was vor allem in den unterdurchschnittlichen Wirtschaftskennzahlen im europäischen Vergleich zum Ausdruck kommt. Zudem leidet die Volkswirtschaft an dem ineffektiven Einsatz gewaltiger Transferzahlungen in der Folge der Deutschen Wiedervereinigung.


  Downloads
  Sitemap
  Kontakt
  Impressum
  Print