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Länderinformation Dänemark





INDEX

Steckbrief

Reiseziel Dänemark

Landeskunde Dänemark

(Glossar)

 


STECKBRIEF

Fläche

43.094 Quadratkilometer

Einwohner

5,5 Millionen (Juli 2009)

Hauptstadt

Kopenhagen (508961 Einwohner, 2008)

Amtssprache

Dänisch

BIP (kaufkraftbereinigt) je Einwohner

37.400 US$ (2008)

Bevölkerungswachstum

0,28 Prozent (2009)

Lebenserwartung

78,3 Jahre (Männer: 76 Jahre, Frauen: 80,8 Jahre) (2009)

Säuglingssterblichkeit

4,3 pro 1000 Lebendgeburten (2009)

Analphabetenrate

unter 1 Prozent (2003)

 


REISEZIEL DÄNEMARK

Tourismus

Dänemark ist ein beliebtes Reiseziel für Familien und Aktivurlauber. Möglich sind Radtouren, Schwimmen, Surfen, Fischen sowie Segeln. Insbesondere für den sommerlichen Strandurlaub besuchen zahlreiche Urlauber aus europäischen Nachbarländern dänische Feriensiedlungen. Beliebte Ziele für Städtereisen sind Kopenhagen und Arhus, der Freizeitpark Legoland ist eine weitere Attraktion. Laut UNWTO wurden im Jahr 2005 rund 4 Milliarden Euro bei rund 4,6 Millionen Gästen im Tourismus umgesetzt. Die Dänen selbst sind aktive Fernreisende und gaben hierfür 2002 über 6 Milliarden Euro aus.


 

Kommerzielle sexuelle Ausbeutung von Kindern im Tourismus

Dänemark gehört wie die meisten westeuropäischen Länder zu den Entsender- oder Herkunftsländern. Das bedeutet, dass ein Teil der Fernreisenden aus diesem Land gezielt ins Ausland fahren, um dort sexuelle Dienstleistungen nachzufragen. Über die Ausmaße der sexuellen Ausbeutung von Kindern im Tourismus durch Dänen gibt es wenig konkrete Information. Es gibt Berichte darüber, dass dänische Reiseveranstalter Reisen in das Baltikum und nach Osteuropa mit dem Ziel der sexuellen Ausbeutung von Kindern organisieren. Gleichzeitig setzen sich viele dänische Reiseveranstalter dafür ein, vor Sexueller Ausbeutung von Kindern zu warnen und Tourismuspersonal dahingehend zu schulen.

Zudem werden auch Frauen und Kinder von Menschenhändlern nach Dänemark transportiert, mit dem Ziel, diese sexuell auszubeuten. Viele der Opfer stammen aus Lettland.


 

Recht

In Dänemark ist Prostitution als solche legal. Vielfach findet Prostitution in sogenannten Massagestuben statt, wo die Prostituierten mindestens 20 Jahre alt sind. Da es durch ein Gesetz vom 1. Juli 1999 verboten ist, sexuelle Dienstleistungen von Kindern unter 18 Jahren zu kaufen und jüngere Mädchen und Frauen der Polizei Anlass zum Intervenieren geben könnten, sind die Besitzer von Massagestuben im Allgemeinen sehr vorsichtig in Bezug auf das Alter der Prostituierten. Der Zustrom von Teenagern zur Straßenprostitution ist relativ gering und Prostitution von Kindern unter 15 Jahren nicht bekannt. Der Besitz von Kinderpornografie ist verboten und wird mit Haft bis zu sechs Monaten – der Verkauf mit bis zu zwei Jahren Haft bestraft.

Dänische Täter, die im Ausland Kinder sexuell missbrauchen, können in Dänemark auch dann strafrechtlich verfolgt werden, wenn die Tat im Ausland selbst nicht strafbar ist. Dänemark hat am 19. Juli 1991 die UN Konvention über die Rechte der Kinder ratifiziert. Darüber hinaus hat Dänemark als eines von sechs europäischen Ländern den Grundsatz der gewaltfreien Erziehung gesetzlich festgeschrieben.


 

HIV/ Aids

Nach Schätzungen von UNAIDS und der World Health Organization waren im Jahr 2007 etwa 4.800 Menschen in Dänemark mit HIV infiziert, darunter 1.100 Frauen. Wieviele Kinder mit HIV infiziert sind, konnte nicht geschätzt werden. Im selben Jahr sind weniger als 100 Dänen an den Folgen von HIV gestorben.


 

Kontakte vor Ort

 

DASPCAN

DK-4700, Naestved

DENMARK

Phone: +45-4373-1020

Fax: +45-5572-1481

Email: cst@daspcan.dk

Website: http://www.daspcan.dk

 

Save the Children Denmark

(Red Barnet)

Rosenørns Allé 12

DK - 1634 Copenhagen V, Denmark

Phone: +45 35 36 55 55

Fax: +45 35 39 11 19

Email: redbarnet@redbarnet.dk

Website: http://www.redbarnet.dk

 

Terre des Hommes-Denmark

Gammel Skolevej 9

9382 TYLSTRUP

DENMARK

Phone: +45 98 26 13 02

Fax: +45 98 26 02 28

Email: terredeshommes@stofanet.dk

Website: http://www.terredeshommes.dk

 

 


LANDESKUNDE DÄNEMARK

Geschichte

Dänemark ist das älteste Königreich Europas. Bereits im 10. Jahrhundert wurde das dänische Gebiet zum ersten Mal vereint und weist seit dem eine durchgängige Königsabfolge auf. Auch wegen seiner Lage spielte Dänemark in den folgenden Jahrhunderten eine dominierende Rolle im Ostseeraum. Das schwedische wie auch norwegische Staatsgebiet befand sich lange Zeit unter dänischer Kontrolle. In den Schleswigschen Kriegen 1863/64 verlor Dänemark die Herzogtümer Schleswig und Holstein und somit ein Drittel seines Gebiets und der Bevölkerung an Preußen. In Folge dessen erlebte das Land einen innenpolitischen Linksruck und beschritt außenpolitisch einen strikten Neutralitätskurs, den es bis nach dem Ersten Weltkrieg beibehielt. Eine dem Versailler Vertrag nachfolgende Volksabstimmung vereinte einen großen Teil Schleswigs wieder mit Dänemark und zog die bis heute gültige Grenze.

Im Zweiten Weltkrieg wurde Dänemark früh durch deutsche Truppen okkupiert. Dänemark war 1959 eines der Gründungsmitglieder der EFTA und schloss sich 1972 der EG an.


 

Staat und Gesellschaft

Die Regierungsform in Dänemark ist eine parlamentarische Demokratie mit einem Monarchen als Staatsoberhaupt. Die Königin ist an der Bildung neuer Regierungen beteiligt, steht der Regierung formal vor und repräsentiert Dänemark nach außen. Derzeitige Amtsinhaberin ist Königin Margrethe II. Das dänische Parlament "Folketing" ist ein Einkammerparlament mit 179 Sitzen. Die Abgeordneten werden für die Dauer von vier Jahren gewählt.

Dänemark ist Mitglied der EU, hat den Euro als Zahlungsmittel aber nicht eingeführt, nachdem ein Volksreferendum diesbezüglich 1992 negativ ausfiel. Dänemark ist ein hochentwickelter Industriestaat mit freier Marktwirtschaft. Der Staat übt jedoch in manchen Bereichen regulierende Funktionen aus und bietet den Bürgern umfassende Sozialleistungen. Der Lebensstandard ist im internationalen Vergleich hoch, und die Unterschiede zwischen arm und reich fallen geringer aus als in vielen anderen Ländern. Die Bürger Dänemarks sind z.B. bei Krankheit, Arbeitslosigkeit und im Alter finanziell abgesichert. Hinzu kommen ergänzende, unterstützende Regelungen u.a. für Wohnkosten und Ausgaben bei der Kindererziehung. Außerdem gibt es eine Reihe gut ausgebauter Dienstleistungen in Form von Tagesstätten, Gesundheitsdiensten, Haushaltshilfen und ähnlichem.

96 Prozent der dänischen Bevölkerung sind Dänen. Dazu kommen Türken, Jugoslawen, Afrikaner, Innuit, Färöer und Deutsche. Mehr als 90 Prozent der Bevölkerung gehören der evangelisch-lutherischen Kirche (Evangelisk-lutherske Folkekirke in Danmark) an. Alle Dänen genießen absolute Religionsfreiheit. Neben rund 30.000 Katholiken leben auch Angehörige anderer protestantischer Gruppen sowie ca. 3.000 Juden im Land. Dänisch ist die offizielle Sprache. Darüber hinaus wird in Dänemark von kleineren Bevölkerungsgruppen Grönländisch, Färöisch und Deutsch gesprochen. Viele Dänen sprechen Englisch als zweite Sprache.

Frau und Mann sind in Dänemark rechtlich gleichgestellt. Die öffentlich geförderten Kindertagesstätten die Kinderkrippen, Kindergärten, Horte sowie Freizeitregelungen in Verbindung mit den Volksschulen umfassen, unterstützen die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Entsprechend unterscheidet sich in Dänemark die Erwerbsquote von Müttern nicht von der kinderloser Frauen: 79 Prozent der Mütter mit Kindern unter 10 Jahren sind – überwiegend in Vollzeit – erwerbstätig.


 

Wirtschaft

Nach dem 2. Weltkrieg hat sich Dänemark vom Agrarstaat hin zu einem modernen Industriestaat entwickelt, der immer mehr auch einen bedeutenden Dienstleistungssektor vorweisen kann. Traditionell verfügt Dänemark in der Schifffahrt, im Handelsbereich und in der Brauereibranche über Großunternehmen, zu denen durch Fusionen in den letzten Jahren auch Großbanken und größere Betriebe im Anlagenbau, der pharmazeutischen Industrie, dem Landmaschinenbau, der Tourismusbranche und der Lebensmittelindustrie hinzugekommen sind. Gleichwohl ist die Grundstruktur der mittelständisch geprägten Wirtschaft weitgehend erhalten geblieben.


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