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INDEX

Steckbrief

Reiseziel Kenia

Landeskunde Kenia

(Glossar)

 


STECKBRIEF

Fläche

582 650 Quadratkilometer

Einwohner

39 Millionen (Juli 2009)

Hauptstadt

Nairobi (2,75 Millionen Einwohner 2005)

Landessprachen

Kisuaheli (Nationalsprache und lingua franca), Englisch (Amtssprache), Stammessprachen

BIP je Einwohner (kaufkraftbereinigt)

1.600 US$ (2008)

Bevölkerungswachstum

2,7 Prozent (2009)

Lebenserwartung

57,9 Jahre (2009)

Säuglingssterblichkeit

54,7 pro 1 000 Lebendgeburten (2009)

Analphabetenrate

14,9 % (2003)

 


REISEZIEL KENIA

Tourismus

Kenia ist aufgrund seiner Mischung aus Urwald, Wüsten, Meer und seiner einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt ein beliebtes Reiseziel für Touristen aus aller Welt. Mitte der 1990er Jahre wurde der Tourismus mit Einnahmen von einer halben Milliarde Euro zur Hauptdevisenquelle des Landes, noch vor dem Export von Tee und Kaffee. Nachdem die Einnahmen aus dem Tourismus Ende der 1990er Jahre zurückgingen, erlebt das Land zur Zeit wieder einen Tourismusboom. Laut UNWTO wurden im Jahr 2004 rund 390 Millionen Euro bei rund 1,2 Millionen Gästen im Tourismus umgesetzt.


 

Kommerzielle sexuelle Ausbeutung von Kindern im Tourismus

In den letzten Jahren wurden in Kenia viele Bars und Diskotheken eröffnet, was unter anderem auch durch eine Zunahme des Tourismus bedingt war. Im Zusammenhang mit dieser ausgebauten Vergnügungsinfrastruktur ging eine ansteigende Nachfrage nach Prostitution und eine Häufung der Fälle von Menschenhandel einher. Diese Entwicklung wird durch die Verarmung der Bevölkerung noch begünstigt. Die schwierige finanzielle Lage treibt immer mehr Kinder auf die Straße, wo sie besonders von Entführung und anschließender kommerzieller sexueller Ausbeutung bedroht sind. Manche fallen in ihrer Not auf die Versprechungen der Menschenhändler herein, die ihnen gutbezahlte Jobs anbieten.

Eine Studie von UNICEF ergab, dass besonders in den Küstenstädten Malindi, Mombasa, Kilifi und Diani junge Mädchen durch Touristen sexuell ausgebeutet werden. Schätzungen gehen von 10.000 bis 15.000 ausgebeuteten Kindern aus. Die Touristen kommen in erster Linie aus den europäischen Ländern Italien (18 Prozent), Deutschland (14 Prozent) und Schweiz (12 Prozent).

Kenia hat am 31. Juli 1991 die UN Konvention über die Rechte des Kindes ratifiziert und sich verpflichtet, Kinder vor allen Formen sexueller Ausbeutung und sexuellen Missbrauchs zu schützen.

Eine Studie der UNICEF hat ergeben, dass 99 Prozent der Einwohner und Einwohnerinnen von Kenia wissen, dass es Kindersextourismus gibt. 76,3 Prozent sagen, dass sie diese Praxis als "normal" ansehen, während nur 20 Prozent diese Praxis als unmoralisch und inakzeptabel betrachten.


 

HIV/ Aids

Durch die vermehrten Fälle von Prostitution besteht die Befürchtung einer verstärkten Ausbreitung von HIV und AIDS. Zeitungsberichten zufolge sind zum Beispiel in Majengo 95 Prozent der Prostituierten mit HIV infiziert. Im Jahr 2007 waren nach Schätzungen von UNAIDS und der World Health Organization 1,75 Millionen Menschen in Kenia mit HIV infiziert, darunter 950.000 Frauen und 155.000 Kinder. Im selben Jahr starben 110.000 Kenianer an den Folgen von HIV. Somit sind 4,7 Prozent der Gesamtbevölkerung (7,8 Prozent der 15 bis 49jährigen) mit HIV infiziert.


 

Kontakte vor Ort

African Network for the Prevention and Protection Against Child Abuse and Neglect - Kenya Chapter

Chemusian Apartments, No B3,

Argwings Kodhek Road, Hurlingham,

P.O. Box 46516, 00100-GPO, Nairobi , Kenya

Phone: +254 2 2722835

Fax: +254 2 2723104

Email: admin@anppcankenya.co.ke

Website: http://www.anppcankenya.co.ke

 

ECPAT Kenya

c/o Child Welfare Society Kenya

Langata Road

Nairobi, Kenya

Phone: +254 2 603301

Fax: +254 2 605854

Email: ecpatke@yahoo.com

Website: http://www.anppcan.org

 

 


LANDESKUNDE KENIA

Staat und Gesellschaft

Staatsoberhaupt der Republik Kenia ist der Staatspräsident, seit 2001 Mwai Kibaki, der gleichzeitig oberster Inhaber der Exekutivgewalt ist. Die Legislative liegt bei der Nationalversammlung, einem Einkammerparlament. Der verfassungsrechtlich zentralistische Staat hat seit 1991 ein Mehrparteiensystem.

Bisher galt Kenia als innenpolitisch stabiles Land. Wachsende soziale Spannungen, steigende Kriminalität, Korruption und die angeschlagene Situation der Wirtschaft tragen aber zu einer sich verschlechternden innenpolitischen Lage bei.

In Kenia leben etwa 40 verschiedene ethnische Gruppen, zwischen denen große sprachliche und kulturelle Unterschiede bestehen. Rund 96 Prozent der Bevölkerung sind Afrikaner, vor allem Bantu, Niloten und Kuschiten. Die Mehrzahl der Einwohner Kenias sind Christen, 33 % Katholiken und 45 % Anglikaner. Etwa ein Zehntel gehört dem muslimischen Glauben an. Daneben existieren Naturreligionen.

Die Entwicklung der Arbeitslosigkeit verschärft die sozialen Probleme Kenias, das gekennzeichnet ist durch eine kleine reiche Oberschicht und zunehmende Massenarmut. Der fehlende Landbesitz großer Teile der Bevölkerung sowie die Arbeitslosigkeit führen zunehmend zu sozialen Spannungen, die sich immer öfter in Gewalt, auch gegen Frauen und Kinder, äußern. 

Unter der wirtschaftlichen Lage leidet auch das Schulsystem, für das immer weniger Mittel zur Verfügung stehen. Noch besuchen fast alle Kinder über sieben Jahre die Grundschule, auch in entlegenen Gebieten, wo Internate eingerichtet wurden. 

Galt Kenia trotz aller sozialen Spannungen immer noch als eines der stabilsten Staaten in Afrika, änderte sich die Situation Ende 2007 nach den Präsidentschaftswahlen schlagartig. Nach einem knappen Sieg des Amtsinhabers Mwai Kibaki beschuldigte ihn die Opposition der Wahlfälschung. In den Slums von Nairobi und anderen kenianischen Städten kam es zu Unruhen, die schnell bürgerkriegsähnliche Zustände erreichten. Die sozialen und ethnischen Unterschiede entluden sich in Gewalt, die zwischen Dezember 2007 und Februar 2008 rund 800 Opfer forderte.


Wirtschaft

Im Vergleich zu seinen Nachbarn verfügt Kenia über ein großes Wirtschaftspotential. Der Landwirtschaftssektor, von dem drei Viertel der Bevölkerung leben, ist ausgebaut, ebenso das verarbeitende Gewerbe. Es gibt einen entwickelten Finanzmarkt, ein funktionierendes Bankensystem und internationalen Tourismus. Seit Jahren stagniert die Wirtschaft allerdings, die öffentlichen Schulden haben ein besorgniserregendes Ausmaß erreicht. Die Arbeitslosenquote steigt, besonders unter Jugendlichen und bei der ländlichen Bevölkerung ist Arbeitslosigkeit weit verbreitet.


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