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INDEX

Steckbrief

Reiseziel Gambia

Landeskunde Gambia

(Glossar)

 


STECKBRIEF

Fläche

11 300 Quadratkilometer

Einwohner

1,78 Millionen (Juli 2009)

Hauptstadt

Banjul (33.820 Einwohner 2008)

Amtssprache

Englisch (weitere lokale afrikanische Sprachen u.a.: Mandinka 26,7%, Wolof, Djola, Fula)

BIP je Einwohner (kaufkraftbereinigt)

1.300 US-$ (2008)

Bevölkerungswachstum

2,7 Prozent (2009)

Lebenserwartung

55,4 Jahre (Männer: 53,4 Jahre, Frauen: 57,3 Jahre) (2009)

Säuglingssterblichkeit

67,3 pro 1 000 Lebendgeburten (2009)

Analphabetenrate

60 % (2003)

 


REISEZIEL GAMBIA

Tourismus

Der Tourismussektor in Gambia wurde in den letzten Jahren stark ausgebaut. Er ist zur wichtigsten Devisenquelle des Landes geworden und erwirtschaftet 16 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Aufgrund der vielen Nationalparks und des artenreichen Tierlebens ist Gambia vor allem für Öko-Touristen ein beliebtes Reiseziel. Die Zahlen der Gäste in Burkina Faso und vor allem der Einnahmen durch Touristen kann von der UNWTO nur schwer erhoben werden. Laut UNWTO waren im Jahr 2005 rund 111 000 Gäste im Land. Die Zahlen über Einnahmen durch Tourismus stammen aus dem Jahr 1995 und betrugen 21 Millionen Euro.


 

Kommerzielle sexuelle Ausbeutung von Kindern im Tourismus

In Gambia gab es in den vergangenen Jahren eine ansteigende Nachfrage nach Prostitution, obwohl die Gesellschaft weiterhin Geschlechtsverkehr nur zwischen Ehepartnern akzeptiert. Der Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung ist auch gesetzlich verankert. Gambia hat außerdem am 8. August 1990 die UN Konvention über die Rechte des Kindes ratifiziert und sich verpflichtet, Kinder vor allen Formen sexueller Ausbeutung und sexuellen Missbrauchs zu schützen.

 

Menschenhändler operieren vor allem entlang der traditionellen Handelswege. Auch Kinder werden verschleppt, um in den Nachbarländern als billige Arbeitskräfte vor allem in der Landwirtschaft zu arbeiten.


 

HIV/ Aids

Durch die vermehrten Fälle von Prostitution wurde die Befürchtung einer verstärkten Ausbreitung von HIV und AIDS zur Realität. Nach Schätzungen von UNAIDS und der World Health Organization waren im Jahr 2007 etwa 8.200 Menschen in Gambia mit HIV infiziert, darunter waren 4.500 Frauen und weniger als 1.000 Kinder. Im selben Jahr starben weniger als 1.000 Gambier an den Folgen von HIV.


 

Kontakte vor Ort

 

Centre for Children's Rights

32 Sayer Jobe Avenue

P.M.B. 200, Serrekunda PO

Banjul, Gambia

Email: childrights_center@hotmail.com

 

Child Protection Alliance

c/o TANGO Building

Fajara M Section

Bakau, Gambia

Phone: +220 378694

Fax: +220 378694

Email: cpagambia@qanet.gm

Website: http://www.cpagambia.gm

 

UNICEF - Gambia

No. 5 Kofi Annan Street

Cape Point

Kombo St. Mary

Republic of The Gambia

Phone: +220 4494 760

Fax: +220 4494 787

Email: banjul@unicef.org

 

 

 

 


LANDESKUNDE GAMBIA

Staat und Gesellschaft

Gambia, das kleinste Land des afrikanischen Kontinents, ist eine Präsidialrepublik. Der Staatspräsident ist Staatsoberhaupt und Regierungschef, seit 1996 nimmt Yahya A.J.J. Jammeh diese Funktion ein. Die Legislative wird vom Repräsentantenhaus vertreten. Die Republik ist seit 1965 von der ehemaligen Kolonialmacht Großbritannien unabhängig. 1994 wurde ein Mehrparteiensystem eingeführt.

In Gambia wechseln sich Phasen innenpolitischer Ruhe mit denen offener Konfrontation ab. Solche Konfrontationen haben durch die bestehenden sozialen Probleme zugenommen.

 

Das Land ist geprägt von hoher Kindersterblichkeit, Analphabetismus, Arbeitslosigkeit und Mangelernährung. Etwa ein Drittel der Bevölkerung hat keinen Zugang zu sauberem Wasser.

 

In Gambia leben viele verschiedene Ethnien, die sich in ihrer Kultur und Sprache teils stark unterscheiden. Zu den größten gehören Malinke (etwa 34 Prozent der Bevölkerung), Fulani (16 Prozent), Wolof (12 Prozent), Djola (9 Prozent), Soninke (8 Prozent). Etwa ein Fünftel der Bevölkerung gehört anderen Volksgruppen an.

Über 90 Prozent der Gambier bekennen sich zum muslimischen Glauben. Neben einigen Christen gibt es auch Anhänger von Naturreligionen. Vielfach haben sich Elemente der Naturreligionen mit der muslimischen Religion vermischt.

 

Die Gesetze des Landes sehen die Gleichberechtigung von Männern und Frauen vor. Im Alltag des Dorflebens sind diese Gesetze aber noch nicht durchgesetzt. Die Benachteiligung der Frauen ist in den regionalen Traditionen verwurzelt. Frauen haben keinen Zugang zu Landbesitz, sie dürfen nicht über eigenes Geld verfügen oder ein eigenes Gewerbe betreiben. Es ist die Aufgabe der Frauen, auf dem Feld zu arbeiten, die Ernte auf dem Markt zu verkaufen, ihre Kinder zu versorgen und die Mahlzeiten zuzubereiten. Einige leiden unter den Auswirkungen der traditionellen Beschneidung.

 

Kinder spielen eine wesentliche Rolle in der Gesellschaft. Sie werden wertgeschätzt und wachsen im Schutz der Großfamilie auf. Ihre Familien wünschen sich für sie das, was sich auch Eltern in Europa für ihre Kinder wünschen: eine gute Ausbildung und eine glückliche Zukunft. Da viele Familien aber an der Armutsgrenze leben, müssen oft die Kinder zum Lebensunterhalt beitragen und dazu vielfach auf den Schulbesuch verzichten. In solchen Situationen werden besonders die Mädchen früh und gegen ihren Willen verheiratet. Viele Mädchen werden in die Städte geschickt, wo sie bei Familien als Dienstmädchen arbeiten. Das Leben als Dienstmädchen ist oft geprägt von Isolation, Ausbeutung und Misshandlung und nicht selten von sexueller Gewalt. Wenn Eltern ihre Töchter wegschicken, dann geschieht das selten aus Skrupellosigkeit, sondern aus Unwissenheit und Not.


 

Wirtschaft

Gambia hat keine nennenswerten Rohstoffvorkommen und ist ein Agrarland, in dem Erdnüsse das wichtigste Anbauprodukt sind. Es gehört zu den zehn ärmsten Ländern der Erde.


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