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INDEX

Steckbrief

Reiseziel Simbabwe

Landeskunde Simbabwe

(Glossar)

 


STECKBRIEF

Fläche

390.580 Quadratkilometer

Einwohner

11,39 Millionen (Juli 2009)

Hauptstadt

Harare (1,9 Millionen Einwohner 2006)

Amtssprache

Englisch (weitere Sprachen: Shona 70 %, Sindebele 20 % und viele Stammessprachen)

BIP je Einwohner

200 US$ (2008)

Bevölkerungswachstum

1,53 Prozent (2009)

Lebenserwartung

45,8 Jahre (2009)

Säuglingssterblichkeit

32,1 pro 1000 Lebendgeburten (2009)

Analphabetenrate

9,3 % (2003)


REISEZIEL SIMBABWE

Tourismus

Der Tourismussektor spielt eine wichtige Rolle für Simbabwe und erwirtschaftet einen großen Teil des Bruttosozialprodukts. Vor allem Individualtouristen aus Westeuropa, Nordamerika und Australien kommen nach Simbabwe, um ursprüngliche afrikanische Kultur zu erfahren, aber auch, um Spaß und Entspannung zu finden. Seit 2003 sind die Zahlen der Touristen in Simbabwe rückläufig, was sicherlich mit der politisch sehr angespannten Lage zu tun hat. Laut UNWTO wurden im Jahr 2005 rund 80 Millionen Euro bei rund 1,6 Millionen Gästen im Tourismus umgesetzt.


 

Kommerzielle sexuelle Ausbeutung von Kindern im Tourismus

Der Tourismus in Simbabwe floriert und hat zusammen mit anderen Faktoren einen Ausbau der Vergnügungsinfrastruktur entlang der Autobahnen und in den Touristenzentren bewirkt. Im Zusammenhang mit der Eröffnung von Bars und Diskotheken ist die Nachfrage nach Prostitution gestiegen. Durch die schwierige finanzielle Lage werden immer häufiger auch Kinder, besonders Waisen, in die Prostitution getrieben, um sich ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Prostitution ist in Simbabwe per Gesetz verboten. Der sexuelle Missbrauch von Kindern wird mit hohen Gefängnisstrafen geahndet. Simbabwe hat außerdem am 11. September 1990 die UN Konvention über die Rechte des Kindes ratifiziert und sich verpflichtet, Kinder vor allen Formen sexueller Ausbeutung und sexuellen Missbrauchs zu schützen.


 

HIV/ Aids

Durch die vermehrten Fälle von Prostitution besteht die Befürchtung einer verstärkten Ausbreitung von HIV und AIDS. Nach Schätzungen von UNAIDS und der World Health Organization waren im Jahr 2007 etwa 1,3 Millionen Menschen (10,6 Prozent der Gesamtbevölkerung) in Simbabwe mit HIV infiziert, darunter waren 680.000 Frauen und 120.000 Kinder. 2007 sind 140.000 Simbabwer an den Folgen von HIV gestorben. In Simbabwe sind 15,3 Prozent der Menschen zwischen 15-49 Jahren mit HIV infiziert. Das südliche Afrika gilt als die Region mit den höchsten Prävalenzraten der Welt.


 

Kontakte vor Ort

 

Terre des Hommes - Co-ordination Zimbabwe and Zambia

Mr. Fungai Dewere

2 Wetmore Close, Off Hurworth Road

Highlands, Harare

P.O.Box 1539

Harare, Zimbabwe

Phone +263 4 747505

Fax: +263 4 747 033

Email: tdh@ecoweb.co.zw

 

African Network for the Prevention and Protection against Child abuse and Neglect - Zimbabwe Chapter

Mr. Witness Chikoko

P. O. Box 8043

Harare, Zimbabwe

Phone: +263 4 70 47 96

Fax: +263 4 70 35 92

Email: anppcan@africaonline.co.zw

 

Save the Children UK - Zimbabwe

10 Natal Road

Belgravia

Harare, Zimbabwe

Phone: +263 4 7931 98

Email: chrism@scfuk.org.uk

 

 


LANDESKUNDE SIMBABWE

Staat und Gesellschaft

Simbabwe war vor seiner Unabhängigkeit britische Kolonie mit dem Namen "Südrhodesien". In dieser Zeit siedelten viele weiße Gutsherren auf den fruchtbarsten Gebieten des Landes. Seit der Unabhängigkeit von 1980 ist Simbabwe eine Republik mit Präsidialverfassung und wird seitdem von der Simbabwe African National Union (ZANU) regiert. Der Präsident (seit 1980 Robert Mugabe) ist Staatsoberhaupt und Regierungschef zugleich. Nach der Unabhängigkeit wurde zunächst versucht, die aus der Kolonialzeit stammende Ungleichheit zwischen Schwarzen und Weißen sowie zwischen Stadt und Land auszugleichen. Nachdem sich Simbabwe zu einem afrikanischen Musterstaat entwickelte, erlebt das Land mittlerweile eine schwere wirtschaftliche, soziale und kulturelle Krise. Bei den Präsidentschaftswahlen 2008 wurde Robert Mugabe zwar inoffiziell abgewählt, doch das offizielle Wahlergebnis wurde nicht veröffentlicht.

 

98 Prozent der Bevölkerung Simbabwes gehören Bantuvölkern an, die beiden wichtigsten Stämme sind Shona und Ndebele. Neben Anhängern von Naturreligionen bekennen sich etwa 50 bis 60 Prozent der Bevölkerung zum Christentum.

 

Vor dem Gesetz sind Frauen und Männer gleichberechtigt. Diese formale Gleichstellung wird – wie in westlichen Ländern auch - im Alltag jedoch nicht in allen Bereichen des Lebens umgesetzt. Nach dem gemeinsamen Kampf um die Unabhängigkeit hat sich das Verhältnis zwischen Frauen und Männern wieder in die Bahnen des traditionellen Rollenverständnisses zurückentwickelt. Die Kindererziehung und die Haushaltsführung liegt in den Händen der Frauen. In Simbabwe ist aus den Traditionen heraus die Vielehe erlaubt, wonach mehrere Frauen mit demselben Mann verheiratet sein können.

 

Kinder werden nicht nur von ihren Familien, sondern auch von ihren Gemeinden und der Gesellschaft im Ganzen wohl behütet. Ein Kinderschutzgesetz hält ihre Rechte fest. Während das Recht Personen über 18 Jahre als Erwachsene betrachtet, sieht die Gesellschaft 18-Jährige aber noch als Kinder an. Familien wünschen sich für ihre Kinder das, was sich auch Eltern in Europa wünschen: eine gute Ausbildung und eine glückliche Zukunft. Durch die Einführung eines Strukturanpassungsprogramms zur Reduzierung der Staatsverschuldung 1992 kostet der Schulbesuch jedoch wieder Geld, weshalb viele arme Leute ihre Kinder nicht mehr zur Schule schicken. Es besteht keine allgemeine Schulpflicht, und wenn Eltern entscheiden müssen, welchem ihrer Kinder sie die Schulbildung finanzieren, haben Mädchen häufig das Nachsehen.


 

Wirtschaft

Seit 1998 steckt Simbabwe in einer tiefen wirtschaftlichen Krise. 2003 schrumpfte das BIP um 18,5%, gleichzeitig lag die durchschnittliche Inflationsrate bei 400%. Die Wirtschaft in Simbabwe hängt stark vom Rohstoffexport ab. 70 Prozent der Bevölkerung leben von der Land- und Forstwirtschaft. Dem Bergbau kommt eine große wirtschaftliche Bedeutung zu.


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