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INDEX

Steckbrief

Reiseziel Burkina Faso

Landeskunde Burkina Faso

(Glossar)

 


STECKBRIEF

Fläche

274 200 Quadratkilometer

Einwohner

15,75 Millionen (Juli 2009)

Hauptstadt

Ouagadougou (1,3 Million Einwohner 2006)

Amtssprache

Französisch (weitere 70 afrikanische Sprachen gesprochen von 90% der Bevölkerung)

BIP je Einwohner (kaufkraftbereinigt)

1.200 US-$ (2008)

Bevölkerungswachstum

3,1 Prozent (2009)

Lebenserwartung

53 Jahre (Männer: 51 Jahre, Frauen: 54,9 Jahre) (2009)

Säuglingssterblichkeit

84,5 pro 1 000 Lebendgeburten (2009)

Analphabetenrate

74,5 % (2004)

 

 


REISEZIEL BURKINA FASO

Tourismus

Tourismus spielt eine untergeordnete Rolle in Burkina Faso. Besucher kommen hauptsächlich aus Westeuropa und stehen oft im Kontakt zu Kirchen oder Organisationen, die sich im Land aktiv einsetzen. Diese Besucher lockt vor allem das ‚typisch Afrikanische’, die Kultur und Musik des Landes nach Burkina Faso. Die Zahlen der Gäste in Burkina Faso und vor allem der Einnahmen durch Touristen kann von der UNWTO nur schwer erhoben werden. Laut UNWTO waren im Jahr 2004 rund 222 000 Gäste im Land. Die Zahlen über Einnahmen durch Tourismus stammen aus dem Jahr 2000 und betrugen 21 Millionen Euro.


 

Kommerzielle sexuelle Ausbeutung von Kindern im Tourismus

In Burkina Faso gab es in den vergangenen Jahren eine ansteigende Nachfrage nach Prostitution, auch immer mehr Kinder werden sexuell ausgebeutet. Diese Entwicklung steht aber nicht im Zusammenhang mit Tourismus, der in den letzten Jahren konstant geblieben ist. In Burkina Faso bestehen Gesetze gegen die kommerzielle sexuelle Ausbeutung von Kindern und die Gesellschaft akzeptiert Geschlechtsverkehr nur zwischen Ehepartnern. Burkina Faso hat außerdem am 31. August 1990 die UN Konvention über die Rechte des Kindes ratifiziert und sich verpflichtet, Kinder vor allen Formen sexueller Ausbeutung und sexuellen Missbrauchs zu schützen.

 

Die Menschenhändler operieren vor allem entlang der traditionellen Handelswege. Kinder werden aber weniger zur Prostitution verschleppt, sondern um in den Nachbarländern als billige Arbeitskräfte in der Landwirtschaft zu arbeiten.


 

HIV/ Aids

Nach Schätzungen von UNAIDS und der World Health Organization waren im Jahr 2007 etwa 130.000 Menschen in Burkina Faso mit HIV infiziert, darunter waren 61.000 Frauen und 10.000 Kinder. Im selben Jahr starben 9.200 Burkiner an den Folgen von HIV. Die HIV-Rate geht in Burkina Faso zwar leicht zurück, allerdings sind noch immer 0,9 Prozent der Gesamtbevölkerung mit dem Virus infiziert.


 

Kontakte vor Ort

 

Terre des Hommes - Bureau de Coordination d’ Afrique de l’ Ouest

Paul Bandré

04 BP 8211

Ouagadougou 04, Burkina Faso

Phone/Fax: +226/50 38 89 83

Email: tdha@fasonet.bf

 

Association de Protection et de Sauvegarde de l'enfance en Danger

(Association for the Safeguarding and Protection of Children in Danger)

09 BP 311

Ouagadougou 09, Burkina Faso

Phone: +226 36 25 23

Fax: +226 31 32 28

 


LANDESKUNDE BURKINA FASO

Staat und Gesellschaft

Burkina Faso ist seit der vollen Unabhängigkeit 1960 demokratisch, durchlebte aber in den 80er Jahren eine Phase der politischen Instabilität. Das Land ist eine Präsidialrepublik mit demokratischer Verfassung und Mehr-Parteien-System. Staatsoberhaupt und Vorsitzender des Ministerrats ist seit 1987 Blaise Compaoré, Ernest Paramanga Yonli ist seit 2000 Regierungschef.

Das Land ist geprägt von hoher Kindersterblichkeit, Analphabetismus und Mangelernährung; in manchen Gegenden Burkina Fasos ist jedes zweite Kind schwer unterernährt. Ein Viertel der Bevölkerung hat jährlich weniger als 64 US-Dollar zur Verfügung, ein Fünftel sogar weniger als 56 US-Dollar. Nur 33 Prozent der Kinder besuchen die Schule.

 

Rund 160 Stammesgruppen leben in Burkina Faso. Am bedeutendsten sind die sundaniden Mossi, denen rund die Hälfte der Bevölkerung angehört. Etwa 50 Prozent der Einwohner sind Muslime, 10 Prozent sind Christen. 40 Prozent sind Anhänger von Naturreligionen. Vielfach haben sich Elemente der Naturreligionen mit der muslimischen Religion vermischt.

 

Die Gesetze des Landes sehen die Gleichberechtigung von Männern und Frauen vor. Im Alltag des Dorflebens, in dem die Alten eine wichtige Rolle spielen, sind diese Gesetze aber noch nicht durchgesetzt. Die Benachteiligung der Frauen ist in den regionalen Traditionen verwurzelt. Frauen haben keinen Zugang zu Landbesitz, sie dürfen nicht über eigenes Geld verfügen oder ein eigenes Gewerbe betreiben. Es ist die Aufgabe der Frauen, auf dem Feld zu arbeiten, die Ernte auf dem Markt zu verkaufen, ihre Kinder zu versorgen und die Mahlzeiten zuzubereiten. Einige leiden unter den Auswirkungen der traditionellen Beschneidung.

 

Kinder spielen eine wesentliche Rolle in der Gesellschaft. Sie werden wertgeschätzt und wachsen im Schutz der Großfamilie auf. Ihre Familien wünschen sich für sie das, was sich auch Eltern in Europa für ihre Kinder wünschen: eine gute Ausbildung und eine glückliche Zukunft. Da viele Familien aber an der Armutsgrenze leben, müssen oft die Kinder zum Lebensunterhalt beitragen und dazu vielfach auf den Schulbesuch verzichten. In solchen Situationen werden besonders die Mädchen früh und gegen ihren Willen verheiratet. Viele Mädchen werden in die Städte geschickt, wo sie bei Familien als Dienstmädchen arbeiten. Das Leben als Dienstmädchen ist oft geprägt von Isolation, Ausbeutung und Misshandlung und nicht selten von sexueller Gewalt. Wenn Eltern ihre Töchter wegschicken, dann geschieht das selten aus Skrupellosigkeit, sondern aus Unwissenheit und Not.


 

Wirtschaft

Burkina Faso ist ein Agrarland mit geringen Bodenschätzen, in dem die Viehwirtschaft bedeutender ist als der Ackerbau, und gehört zu den zehn ärmsten Ländern der Erde. Bei einem Bevölkerungswachstum von 2,5% wird es mit jedem Jahr unwahrscheinlicher die eigene Ernährungsfähigkeit aufrecht zu erhalten. Das Hauptexportgut ist Baumwolle.


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