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Länderinformation Äthiopien





INDEX

Steckbrief

Reiseziel Äthiopien

Landeskunde Äthiopien

(Glossar)

 


STECKBRIEF

Fläche

1.127.227 Quadratkilometer

Einwohner

85,24 Millionen (Juli 2009)

Hauptstadt

Addis Abeba (2,97 Millionen Einwohner 2006)

Amtssprache

Amharisch (80 weitere Sprachen u.a.: Omoro 31,6%, Tigrinya 6,1%, Somali 6%, Gura 3,5%)

BIP je Einwohner (kaufkraftbereinigt)

800 US-$ (2008)

Bevölkerungswachstum

3,21 Prozent (2009)

Lebenserwartung

55,4 Jahre (Männer: 52,9 Jahre, Frauen: 58 Jahre) (2009)

Säuglingssterblichkeit

80,8 pro 1 000 Lebendgeburten (2009)

Analphabetenrate

57% (2003)

 


REISEZIEL ÄTHIOPIEN

Tourismus

Äthiopien ist immer noch ein schwieriges Reiseland, die entsprechende Infrastruktur ist kaum ausgebaut. Dennoch sieht die äthiopische Regierung im Tourismus eine der wichtigsten zukünftigen Einnahmequellen des Landes. Man setzt auf Touristen einer höheren Einkommens- und Bildungsschicht, die das Land aus Interesse an Kultur und Natur besuchen. Die meisten ausländischen Besucher kommen aus geschäftlichen Gründen nach Äthiopien oder befinden sich auf der Durchreise. Laut UNWTO wurden im Jahr 2004 rund 139 Millionen Euro bei rund 210 000 Gästen im Tourismus umgesetzt.


 

Kommerzielle sexuelle Ausbeutung von Kindern im Tourismus

Während der letzten Jahre wurde in Äthiopien eine Zunahme der Fälle von Prostitution und auch von kommerzieller sexueller Ausbeutung von Kindern verzeichnet. Der Anstieg steht aber nicht nur im Zusammenhang mit Entwicklungen im Tourismussektor. Ursache ist vielmehr die gravierende Armut weiter Teile der Bevölkerung. Die schwierige finanzielle Lage treibt immer mehr Kinder auf die Straße, wo sie besonders von Entführung und anschließender kommerzieller sexueller Ausbeutung bedroht sind. Manche fallen in ihrer Not auf die Versprechungen der Menschenhändler herein, die ihnen gutbezahlte Jobs anbieten. Neben der kommerziellen sexuellen Ausbeutung haben auch die Fälle sexuellen Missbrauchs von Kindern in ihren eigenen Familien zugenommen.


 

Recht

Äthiopien hat am 14. Mai 1991 die UN Konvention über die Rechte des Kindes ratifiziert und sich verpflichtet, Kinder vor allen Formen sexueller Ausbeutung und sexuellen Missbrauchs zu schützen.


 

HIV/ Aids

Im Jahr 2007 waren nach Schätzungen von UNAIDS und der World Health Organization 980.000 Menschen in Äthiopien mit HIV infiziert, darunter 530.000 Frauen und 92.000 Kinder. Im selben Jahr starben 67.000 Äthiopier an den Folgen des Virus. Sowohl unter Männern als auch Frauen herrscht häufig der Aberglaube, dass sich Kinder weniger leicht mit HIV infizieren und dass der Geschlechtsverkehr mit jungfräulichen Kindern reinigende und heilende Wirkungen habe. In Äthiopien sind 1,3 Prozent der Gesamtbevölkerung mit dem Virus infiziert.


 

Kontakte vor Ort

 

African Network for the Prevention of & Protection Against Child Abuse and Neglect (ANPPCAN Ethiopian Chapter)

Mr. Ayalew Wolde Semait

P. O. Box 34359

Addis Ababa, Ethiopia

Phone: +251 505202

Fax: +251 539757

Email: anppcan-et@ethionet.et

 

ECPAT Ethiopia

PO Box 9562

Addis Ababa

Phone: +251 115 534722

Fax: +251 115 524469

Email: fsce@ethionet.et

Website: http://www.fsc-e.org

 

 


LANDESKUNDE ÄTHIOPIEN

Staat und Gesellschaft

Staatsoberhaupt der Demokratischen Bundesrepublik Äthiopien ist der Staatspräsident, der nur repräsentative Funktionen ausübt. Die Exekutive steht unter der Leitung des Ministerpräsidenten. Die Legislative wird vom Parlament gebildet, das aus zwei Kammern besteht. Bestimmende politische Kraft ist die Revolutionäre Demokratische Front des Äthiopischen Volkes (EPRDF), ein Zusammenschluss mehrerer politischer Gruppen.

 

Nach dem Zusammenbruch des sozialistischen Einparteiensystems und dem Ende des Bürgerkriegs im Jahr 1991 befindet sich Äthiopien in einer Wiederaufbau- und Umbruchsituation. Die langanhaltende Dürre und der Grenzkonflikt mit Eritrea - trotz eines Friedensvertrages aus dem Jahr 2000 bestehen weiterhin Grenzstreitigkeiten - haben die Erneuerung aber ernsthaft zurückgeworfen. Die Regierung setzt sich für einen Regionalisierungsprozess ein, der die Entscheidungsbefugnisse in die Regionen verlagern soll.

 

Äthiopien ist ein Vielvölkerstaat, der ethnisch, kulturell, sprachlich und religiös von großer Heterogenität gekennzeichnet ist. Die drei größten Ethnien der Oromo (ca. 40 Prozent der Bevölkerung), der Amharen und der Tigreer (etwa 32 Prozent) bilden mehr als zwei Drittel der Bevölkerung. Von den insgesamt 85 Ethnien zählen nur sieben mehr als eine Million Mitglieder.

Die Mehrheit der Bevölkerung gehört dem Islam an – etwa 45 bis 50 Prozent sind Muslime. 35 bis 40 Prozent sind Äthiopisch Orthodoxe, zwölf Prozent Animisten.

Ethnische Spannungen fordern jedes Jahr etliche Menschenleben und führen zur Vertreibung von Zehntausenden. Auch wenn sich die Menschenrechtslage in den letzten Jahren verbessert hat, berichtet Amnesty International regelmäßig von Menschenrechtsverletzungen.

 

Äthiopien gehört zu den ärmsten Ländern der Erde. Etwas mehr als die Hälfte der Äthiopier lebt in vorübergehender oder dauernder Armut. Nur ein Viertel der Bevölkerung hat Zugang zu sauberem Trinkwasser. Durch Armut und Chancenlosigkeit nehmen Gewalt und Kriminalität zu, ebenso der Drogenkonsum. Immer mehr Menschen leben auf der Straße. Die Not zwingt viele Familien, ihre ohnehin kleinen Wohnungen mit Fremden zu teilen. Dadurch brechen traditionelle Familienstrukturen, die oft den einzigen Halt geben konnten, auf. Beide Entwicklungen zusammen erklären, warum sexuelle Übergriffe auf Kinder zugenommen haben. Die wirtschaftliche Not trifft besonders die Frauen, deren Arbeitsbelastung traditionell stärker ist als die der Männer. Die Müttersterblichkeit ist aufgrund mangelnder medizinischer Versorgung sehr hoch, die Alphabetisierungsrate der äthiopischen Frauen unterdurchschnittlich niedrig.


 

Wirtschaft

Die äthiopische Wirtschaft fußt auf der Landwirtschaft. Wichtigstes Agrarprodukt ist Kaffee. Daneben wird Getreide angebaut. Schaf- und Ziegenhaltung sind weit verbreitet. Bergbau und Industrie spielen eine unbedeutende Rolle.


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