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INDEX

Steckbrief

Reiseziel Italien

Landeskunde Italien

(Glossar)


STECKBRIEF

Fläche

301.230 Quadratkilometer

Einwohner

58,13 Millionen (Juli 2009)

Hauptstadt

Rom (2,71 Millionen Einwohner 2007)

Amtssprache

Italienisch (weitere Sprachen: Deutsch, Französisch, Slowenisch)

BIP (kaufkraftbereinigt) je Einwohner

31.000 US$ (2008)

Bevölkerungswachstum

-0,05 Prozent (2009)

Lebenserwartung

80,2 Jahre (Männer: 77,3, Frauen: 83,3) (2009)

Säuglingssterblichkeit

5,5 pro 1.000 Lebendgeburten (2009)

Analphabetenrate

1,5 Prozent (2003)

 


REISEZIEL ITALIEN

Tourismus

Der Tourismus ist einer der wichtigsten Wirtschaftsfaktoren Italiens. Der Massen- und Individualtourismus konzentriert sich insbesondere auf Italiens historische Städte sowie Meeres-, See- und Bergregionen. Laut UNWTO wurden im Jahr 2005 rund 28,5 Milliarden Euro bei rund 36,5 Millionen Gästen im Tourismus umgesetzt. Lazio, Toscana, Lombardia und Emilia-Romagna sind dabei die meistbesuchten Regionen Italiens (52.8% des nationalen Tourismus in 2000.


 

Kommerzielle sexuelle Ausbeutung von Kindern im Tourismus

Italien gehört, wie die meisten industrialisierten Länder, zu den „Entsender- oder Herkunftsländern“. Dies bedeutet, dass ein Teil der Fernreisenden aus diesem Land gezielt ins Ausland fahren, um dort sexuelle Dienstleistungen nachzufragen. Innerhalb der letzten zehn Jahre hat sich allerdings hierzu noch ein weiteres Phänomen entwickelt, das eng mit der Thematik des Sextourismus verbunden ist: Die Einführung minderjähriger Mädchen auf den italienischen Prostitutionsmarkt, die zumeist aus Albanien oder osteuropäischen Ländern stammen und von kriminellen Banden - zumeist albanische Bürger - illegal nach Italien eingeschleust werden. Eine aktuelle Studie belegt, dass von derzeit 20.000 Prostituierten in Italien 2.000 minderjährig sind. Andere Studien berichten von allein 1.000 registrierten minderjährigen Prostituierten in Rom.

Die italienische Tourismusindustrie (insbesondere einige Reisebüros und Reiseveranstalter) hat sich an Kampagnen beteiligt, die dieses Phänomen bekämpfen und einen Code of Conduct erstellt, der den Kampf gegen die sexuelle Ausbeutung von Kindern im Tourismus zum Ziel hat.

Italien hat am 5. September 1991 die UN Konvention über die Rechte des Kindes ratifiziert und sich verpflichtet, Kinder von allen Formen sexueller Ausbeutung und sexuellen Missbrauchs zu schützen.


 

Recht

Sexueller Missbrauch von Kindern kann in Italien mit bis zu zwölf Jahren Haft bestraft werden.

Ein 1998 verabschiedetes Gesetz (Gesetz Nr. 269 vom 3. August 1998) führte in Italien das extra-territoriale Prinzip bezüglich der sexuellen Ausbeutung von Kindern im Tourismus ein. Dies bedeutet, dass Fälle des sexuellen Missbrauchs von Kindern, die durch Italiener im Ausland begangen wurden, in Italien strafrechtlich verfolgt werden können. Dies gilt auch, wenn die Tat im Ausland nicht strafbar ist. Im Gegensatz zu Deutschland und Frankreich wurde in Italien allerdings bisher noch niemand aufgrund dieses Tatbestands verurteilt.

Dieses Gesetz verlangt zudem von der Tourismusindustrie eine Kommunikationspflicht gegenüber ihren Kunden: Reiseveranstalter müssen in allen Schriftstücken, die sich um das Thema „Reisen“ drehen, deutlich erwähnen, dass Italien strafrechtliche Verfolgung für seine Bürger vorsieht, die einer Straftat im Zusammenhang mit Kinderprostitution und Kinderpornographie beschuldigt werden – auch, wenn sie im Ausland verübt wird.

Italien ratifizierte im Oktober 1991 die UN-Kinderrechtskonvention und im Juni 2002 das Zusatzprotokoll betreffend Kinderprostitution, Kinderpornographie und Kinderhandel.


 

HIV/ Aids

Nach Schätzungen von UNAIDS und der World Health Organization waren im Jahr 2007 etwa 150.000 Menschen in Italien mit HIV infiziert, darunter 41.000 Frauen. Wieviele Kinder mit HIV infiziert sind, konnte nicht geschätzt werden. Im selben Jahr sind 1.900 Italiener an den Folgen von HIV gestorben.


 

Kontakte vor Ort

 

Italian Coordination of Public and Private Services Against Child Abuse

Via del Mezzetta, 1 interno

50135 Firenze, Italy

Phone: +39 55 601375/6121306

Fax: +39 55 603234

Email: cismai@infinito.org

Website: http://www.cismai.org

Main contact person(s): Roberta Luberti (artemisia@fol.it)

 

Save the Children Italia

Via Firenze, 38

00184 Roma, Italy

Phone: +39 06 4807001

Fax: + 39 06 48070057

Email: info@savethechildren.it

Website: www.savethechildren.it

 

ECPAT - Italy

(End Child Prostitution, Child Pornography and the Trafficking of Children for Sexual Purposes - Italy)

Vicolo Scavolino, 61

00187 Roma, Italy

Phone: +39 06 9727 7372

Fax: +39 06 6938 0406

Email: info@ecpat.it

Website: http://www.ecpat.it

 

Terre des Hommes - Italy

Viale Monza 57 -

20125 Milano, Italy

Phone: +39 02 289 70 418

Fax: +39 02 261 139 71

Email: info@tdhitaly.org

Website: http://www.tdhitaly.org

 

 


LANDESKUNDE ITALIEN

Geschichte

Italien war bereits in der Antike ein wichtiges europäisches Kulturzentrum und Wiege des römischen Reichs. Zum Ausgang des Mittelalters verlor Italien wegen der Verlagerung der Haupthandelsrouten vom Mittelmeer auf den Atlantik zunehmend an Bedeutung. Zuvor erfolgte die Herausbildung der italienischen Stadtstaaten. In der Folgezeit wurde das Gebiet des heutigen Italiens immer wieder zum Schauplatz der Eroberungspolitik fremder Staaten. Erst nach dem Wiener Kongress 1815 erstarkten Freiheits- und Einigungsbewegungen in Italien, die in der Vereinigung des Landes 1860 durch Viktor Emmanuel II. mündete.

Im Ersten Weltkrieg stand Italien nach anfänglicher Neutralität später auf Seiten der Siegermächte und gewann u.a. das Gebiet Südtirols hinzu.

1922 erfolgte die Machtübernahme des faschistischen Diktators Mussolini, der das Land an der Seite Deutschlands in den Zweiten Weltkrieg führte. Seit 1948 ist Italien nach einer Volksabstimmung Republik, 1957 wird es zum Gründungsmitglied der EWG.


 

Staat und Gesellschaft

Italien, eine parlamentarisch-demokratische Republik, ist das sechstgrößte Land innerhalb der Europäischen Union. Das Parlament besteht aus der Abgeordneten-Kammer und dem Senat.

Offizielle Amtssprache ist Italienisch, wobei in manchen Grenzregionen auch Deutsch (Trentino Alto Adige), Französisch (Valle d'Aosta) und Slowenisch (Friuli Venezia Giulia) gesprochen wird. Die Anzahl der in Italien lebenden Ausländer schwankt aufgrund illegaler Einwanderung. 2003 wurde errechnet, dass 2,5 Millionen Ausländer in Italien leben.

2002 lebten etwa 2,5 Millionen Familien unterhalb der Armutsgrenze. Die Armutsrate, die sich aus der Relation von “Anzahl armer Familien” und “Gesamtanzahl aller Familien” ergibt, betrug 11%. Die Zahl der Familien in absoluter Armut wird auf 926.000 Haushalte beziffert, was 4,2% aller Haushalte entspricht.


 

Wirtschaft

Italien ist die siebtwichtigste Wirtschaftsmacht in der Welt (G7+1) und europaweit auf Platz drei bezüglich seiner Industrialisierungsrate. Produktionsgüter sind die wichtigsten Exportgüter Italiens (88,8% des BSP), gefolgt von Landwirtschaftsprodukten (7,3%) und Energie (1,3%). Noch immer ist Italien von einer Zweiteilung des Landes gekennzeichnet. Während der Norden einen starken Industrie- und Dienstleistungssektor aufweist und so mit den nördlichen Nachbarstaaten zu vergleichen ist, prägt vorwiegend Landwirtschaft den schlechter entwickelten Süden des Landes.


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